19.05.2005

SOFTWARE

SAP will sich mit Zukäufen Zeit lassen

Software-Spezialist SAP will sich im Gegensatz zu seinem US-Konkurrenten Oracle mit Zukäufen Zeit lassen.

In der als wachstumsträchtig eingeschätzten und auch von Oracle bedienten Handelsbranche brachte SAP mit der US-Baumarktkette Home Depot einen neuen Großauftrag unter Dach und Fach.

"Wir haben keine Eile, Unternehmen zuzukaufen oder eigene Aktien zu erwerben", sagte SAP-Chef Henning Kagermann auf der Kundenmesse des Unternehmens, "Sapphire", in Boston mit Blick auf die milliardenschweren Barreserven des Konzerns.

SAP verfügte Ende des ersten Quartals über liquide Mittel von fast vier Milliarden Euro.

Während SAP für das vergangene Geschäftsjahr seine Dividende um fast ein Drittel auf 1,10 Euro aufstockte, will Oracle seine Barmittel lieber in die Akquisition von Konkurrenten stecken

"Es macht keinen Sinn, eine Dividende auszuschütten, da es genügend Gelegenheiten für Zukäufe gibt", hatte der ebenfalls finanzstarke Oracle-Konzern seine Strategie verteidigt.

Am Rande der Kundenmesse schloss SAP mit der Baumarktkette Home Depot einen Vertrag über die Bereitstellung von Software ab. Die "bedeutende" Vereinbarung stelle den größten Auftrag des Unternehmens aus der Handelsbranche seit Jahresfrist dar.

Das Auftragsvolumen wollte SAP jedoch nicht nennen.