EU will Auskunft über Nokia-Hilfe
Nach Werkschließung in Bochum
Die EU-Kommission verlangt nach Informationen der "Westdeutschen Allgemeine Zeitung" ["WAZ"] von Rumänien Auskunft über Subventionen für den Handy-Hersteller Nokia. Der finnische Konzern hat im Januar die Schließung seines Werkes in Bochum mit rund 2.300 Beschäftigten angekündigt und stattdessen eine Fertigungsstätte im rumänischen Cluj aufgebaut.
"Die Kommission hat die rumänischen Behörden aufgefordert, sachdienliche Informationen zu übermitteln", heißt es in einer Antwort von EU-Kommissarin Danuta Hübner auf eine parlamentarische Anfrage. Die EU-Behörde will demnach überprüfen, ob die von Rumänien gewährten Beihilfen "in Verbindung mit den Aktivitäten von Nokia" den EU-Regeln entsprechen.
Kein EU-Gelder für Standort Cluj
Die EU-Kommission stellte auch klar, dass Rumänien für den Standort Cluj keine EU-Regionalmittel beantragt hatte. Brüssel schloss außerdem aus, dass frühere Mittel für die Vorbereitung des EU-Beitritts Rumäniens für die Ansiedlung genutzt wurden.
Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hatte Nokia nach der Schließung des Werkes in Bochum aufgefordert, 60 Millionen Euro an Subventionen des Landes zurückzuzahlen.
(APA | dpa)
