15.05.2005

Ö1 MATRIX

Hardware ist zum Hacken da

Phil Torrone besitzt etwa 15 iPods. Ganz genau weiß er das selbst nicht mehr - denn praktisch jedes der Geräte wurde von ihm auseinander genommen und umfunktioniert.

"Wenn mir erklärt wird, dass ich 40 Gigabyte für Musik habe, finde ich das nicht so interessant", erklärt er.

Statt dessen installiert er viel lieber Linux auf den MP3-Playern aus dem Hause Apple. Oder er nutzt sie, um Podcast-Radiosendungen aufzunehmen. Oder er probiert, ob die Batterie eines iPod Shuffle nicht auch mit einer Handkurbel aufgeladen werden kann.

Torrone ist Hardware-Hacker und sein Haushalt in Seattle ein Spielplatz für technische Experimente.

Immer mehr Hobbybastler

Hardware-Hacker wie Torrone sind die Vorboten einer neuen Bastlerbewegung.

Die Flut neuer, billiger Gadgets hat dafür gesorgt, dass immer mehr Menschen Computer als allgegenwärtige Alltagsgegenstände akzeptieren.

Begünstigt wurde der Trend zum Hardware-Hacking auch durch die wachsende Popularität von Weblogs.

Blogs wie Hackaday.com und Gizmodo.com diskutieren beständig neue Hardware-Modifikationen.

Spielen und experimentieren

Mittlerweile ist man auch beim US-Computerbuchverlag O'Reilly auf den Trend aufmerksam geworden.

Der Verlag bringt seit März dieses Jahres mit "Make" ein eigenes Magazin für Hardware-Hacker heraus.

Als Redakteur konnte man sich Torrone sichern. Der erklärt dazu: "'Make' feiert dein Recht, mit Technologie zu spielen und zu experimentieren."