Betandwin investiert weiter in Marketing
Der börsennotierte Online-Wettanbieter betandwin wird auch heuer und im nächsten Jahr keine "überproportionalen Gewinne" schreiben.
Zumindest in den nächsten zwei Jahren sei ein deutlich positiver Cash-Flow in jedem Fall entscheidender, betonte betandwin-Chef Norbert Teufelberger in einer Pressekonferenz.
Den Cash-Flow will das Unternehmen vorerst weiterhin in die Anwerbung neuer Kunden investieren. Heuer sollen die Marketingausgaben auf 60 bis 80 Mio. Euro wie schon im Vorjahr erneut verdreifacht werden.
Diesen Kurs werde das Unternehmen fortsetzen, solange das Kundenwachstum anhalte, betonte Kochef Manfred Bodner. In Zentraleuropa liege das Potenzial für Internet-Wetten bei zehn Prozent der Gesamtbevölkerung.
Großes Wachstumspotenzial
Ziel von betandwin sei es, in allen EU-Ländern und Russland
zumindest zwei Prozent dieses Potenzials auszuschöpfen. Abgesehen
von Österreich, Deutschland, Griechenland und der Türkei sei dieses
Ziel bisher noch nicht erreicht. Für betandwin würde das eine
Verfünf- bis Verzehnfachung des Unternehmens bedeuten, erklärte
Bodner.
Betandwin-Aktie sinkt nach QuartalszahlenKeine Fusion in Sicht
Solange das Unternehmen weit stärker wachse als die Konkurrenz, sei auch eine Fusion mit einem Mitbewerber kein Thema, so Bodner. Längerfristig schließt er einen Merger etwa mit der britischen Sportingbel nicht aus. "Wir werden in den nächsten zwei Jahren sehen, ob eine solche Partnerschaft Sinn macht und von den Aktionären her unterstützt wird. Synergiepotenzial gibt es sicher", erklärte Bodner.
