06.05.2005

PIRATERIE

Großbetrug mit gefälschten Handyteilen

Unter dem Zubehör fanden sich unter anderem Ladegeräte, Headsets und Akkus, berichtete Polizeisprecher Peter Liebeck, der von einem "gigantischen Verfahren" gegen Produktpiraterie sprach.

Die Teile seien mit Markennamen etlicher bekannter Firmen bedruckt. Sie wurde in vier Frankfurter Geschäften gefunden. Im Hinterzimmer eines der Läden standen Maschinen, mit denen die Waren in gefälschte Verpackungen eingeschweißt werden konnten.

Dort wurden auch falsche Hologrammaufkleber und Etiketten mit fiktiven Seriennummern gefunden.

Für Laien kaum erkennbar

Für Laien und sogar für Händler sei nur schwer erkennbar, dass es sich um Fälschungen handele, erklärte Ermittler Hans Zens. "Vielen Kunden wird es wohl erst auffallen, wenn sie ihr Handy zur Reparatur bringen."

Selbst durch den Zoll gelangten die Waren unbeanstandet nach Deutschland. "Die Markennamen waren mit Made-in-China-Etiketten überklebt", erklärte Zens. So sei der Zoll wohl von so genannten No-Name-Produkten ausgegangen.