Testlauf für Fußball-WM auf dem Handy
Nach Angaben von TU Media in Seoul wurden am Sonntag weltweit zum ersten Mal im kommerziellen Betrieb über Satellit digitale Daten und Fernsehbilder auf der Grundlage der DMB-Technologie [Digital Multimedia Broadcasting] auf mobile Empfangsgeräte wie Handys übertragen.
Bei DMB handelt es sich um eine Erweiterung des Hörfunkstandards DAB [Digital Audio Broadcasting]. Damit können auch auf mobilen Rechnern bzw. Handys Radio, Fernsehen oder Internet empfangen werden
Der DMB-Dienst soll auch zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland auf Sendung gehen. Notwendig sind dafür allerdings neue Mobiltelefone für den Empfang der Satellitensignale.
Laut einer Studie werden in fünf Jahren bereits 125 Millionen User auf ihren Handys das TV-Geschehen verfolgen.
TU Media ist zu 28,5 Prozent im Besitz des größten südkoreanischen Mobilfunkanbieters SK Telecom.
Digital-TV am Handy wird konkretWerden dieses Jahr noch 130.000 Handys mit TV-Funktion ausgeliefert werden, soll sich die Zahl laut Informa bis 2010 auf 83,5 Millionen steigern.
Eine Umfrage bei der deutschen Internet- und IT-Wirtschaft zeigt jedoch, dass die Einsatzmöglichkeiten wohl begrenzt sind. Damit stehen sie im Gegensatz zu Marktforschern, die TV am Hand wenig Chancen einräumen.
Zwar glaubt die Mehrheit der 70 vom Verband der deutschen Internetwirtschaft eco Befragten, dass TV am Handy sich durchsetzen wird, doch nur in bestimmten Bereichen.
Nur zwei Prozent der Befragten setzen auf den Spielfilm in voller Länge, Kinotrailern räumt hingegen ein Drittel gute Chancen ein. 74 Prozent gehen davon aus, dass Sportsendungen das größte Interesse auf sich ziehen werden.
Nachrichten sowie Musik- und Videoclips sehen jeweils 67 Prozent als interessanten Content, knapp die Hälfte erwartet Nachfrage nach mobiler Erotik.
UMTS-Nutzer wollen Musik und Downloads
