Dialer bleiben weiter ein Problem
Programme, die auf fremden Rechnern Daten und Eingaben ausspionieren, verbreiteten sich in den letzten Monaten stark.
Eine gemeinsame Untersuchung des Softwareanbieters Webroot und des US-Providers Earthlink ergab, dass Firmen insbesondere durch so genannte System-Monitore bedroht sind, die alle Eingaben des Benutzers mitprotokollieren.
Laut der vierteljährlichen Spyware Top Ten von Webroot finden Spyware-Autoren immer neue Wege in ein System. Demnach treten vor allem Schädlinge auf, die effektiven [also finanziellen] Schaden anrichten können - darunter vor allem Dialer und Keylogger.
An führender Position der Liste steht "CoolWebSearch" in all seinen Variationen. Dieser "entführt" den Internet Explorer, indem er Suchabfragen und die Startseite auf eigene Sites umlenkt und die Einstellungen des Browsers verändert.
Dialer leiten bei Einwahl via Modem auf eine kostenpflichtige Nummer um und sorgen so beim Endanwender für hohe Kosten. Keylogger protokollieren Tastatureingaben des Benutzers mit und senden dieses weiter.
Spyware wird zu wenig ernst genommenDialer-Problem soll kleiner werden
Auch in Österreich nahmen im letzten Jahr die Beschwerden zu Dialern bei der Telekom-Regulierungsbehörde RTR stark zu.
Für 2005 erwartet sich Regulator Georg Serentschy auf Grund einer geänderten Gesetzeslage allerdings einen signifikanten Rückgang, dies sei bereits im ersten Quartal 2005 ersichtlich.
Seit Jahresbeginn ist die für Internet-Dialer reservierte Vorwahl 0939 für Endverbraucher nur noch dann zu erreichen, wenn der Kunde die Freischaltung von seinem Netzbetreiber verlangt. Allerdings gilt das nur für im Inland registrierte Anbieter.
Generell verdoppelte sich die Zahl der Streitschlichtungsfälle bei Telefon- und Internet-Services im Jahr 2004. Insgesamt hatte es 4.700 Schlichtungsfälle bei der dafür zuständigen RTR gegeben, 60 Prozent davon wurden zu Gunsten der Beschwerdeführer entschieden.
Wenige Probleme hatte die RTR mit den großen Netzbetreibern - egal ob Mobilfunker oder Internet- und Festnetzanbieter. Beim Marktführer Telekom Austria hat sich die Zahl der Schlichtungen von 2003 auf 2004 von 71 auf 39 Prozent aller Schlichtungsfälle nahezu halbiert. Sorgen bereitet jedoch die starke Zunahme von Beschwerden zu SMS-Mehrwertdiensten bei Kindern und Jugendlichen, wie etwa Handy-Klingeltöne.
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