18.04.2005

0939

Dialer bleiben weiter ein Problem

Programme, die auf fremden Rechnern Daten und Eingaben ausspionieren, verbreiteten sich in den letzten Monaten stark.

Eine gemeinsame Untersuchung des Softwareanbieters Webroot und des US-Providers Earthlink ergab, dass Firmen insbesondere durch so genannte System-Monitore bedroht sind, die alle Eingaben des Benutzers mitprotokollieren.

Laut der vierteljährlichen Spyware Top Ten von Webroot finden Spyware-Autoren immer neue Wege in ein System. Demnach treten vor allem Schädlinge auf, die effektiven [also finanziellen] Schaden anrichten können - darunter vor allem Dialer und Keylogger.

An führender Position der Liste steht "CoolWebSearch" in all seinen Variationen. Dieser "entführt" den Internet Explorer, indem er Suchabfragen und die Startseite auf eigene Sites umlenkt und die Einstellungen des Browsers verändert.

Dialer-Problem soll kleiner werden

Auch in Österreich nahmen im letzten Jahr die Beschwerden zu Dialern bei der Telekom-Regulierungsbehörde RTR stark zu.

Für 2005 erwartet sich Regulator Georg Serentschy auf Grund einer geänderten Gesetzeslage allerdings einen signifikanten Rückgang, dies sei bereits im ersten Quartal 2005 ersichtlich.

Seit Jahresbeginn ist die für Internet-Dialer reservierte Vorwahl 0939 für Endverbraucher nur noch dann zu erreichen, wenn der Kunde die Freischaltung von seinem Netzbetreiber verlangt. Allerdings gilt das nur für im Inland registrierte Anbieter.

Generell verdoppelte sich die Zahl der Streitschlichtungsfälle bei Telefon- und Internet-Services im Jahr 2004. Insgesamt hatte es 4.700 Schlichtungsfälle bei der dafür zuständigen RTR gegeben, 60 Prozent davon wurden zu Gunsten der Beschwerdeführer entschieden.