Konzerthaus-Klang aus der Konserve
Seit über vier Jahren werden in Wien Töne und Tonfolgen für die weltgrößte Datenbank orchestraler Sounds aufgenommen.
Insgesamt 1,5 Millionen Tonsamples, die ein komplettes Orchester nachbilden, wurden produziert.
Nun arbeiten die Entwickler der Vienna Symphonic Library [VSL] daran, der virtuellen Orchestermusik ein weiteres Element hinzuzufügen: Raum.
Die Charakteristika von Konzertsälen weltweit sollen in voller Breite und Tiefe digitalisiert werden.
Die erste Ausbaustufe der Vienna Symphonic Library MIR-Engine soll Anfang 2006 Marktreife erlangen.
Vienna Symphonic LibraryVom Donauwalzer bis zum Soundtrack für Computerspiele oder Werbejingles - die digitale Orchesterkonserve made in Austria ist bei prominenten Anwendern wie "Massive Attack" sehr gefragt.
Demos der Vienna Symphonic LibraryWie es funktioniert
Für das Raumerlebnis wird die "Antwort" eines beliebigen realen Raumes auf einen genau definierten akustischen Impuls aufgenommen und in einem mathematischen Prozess [der "Convolution"] einem anderen, beliebigen Signal aufgeprägt.
Das hörbare Ergebnis ist idealer Weise das gleiche, als wäre dieses Signal tatsächlich in dem Raum aufgezeichnet worden.
Aufgrund der engen Verknüpfung zwischen Library und Hall-Engine werden in Folge nicht nur die charakteristischen, räumlich und in der Tiefe gestaffelten Sets an Impulsantworten zugeordnet, sondern auch die typischen Abstrahlcharakteristiken der Instrumente berücksichtigt.
So werden den nach hinten gerichteten Hörnern andere typische Facetten des Raumklanges zugewiesen als den direkt nach vorne schmetternden Trompeten.
Erste Demo auf Musikmesse in Frankfurt
Eine erste Vorschau auf die so genannte Multi Impulse Response
Mixing and Reverberation Engine [MIR] ist derzeit auf der Musikmesse
in Frankfurt zu sehen.
Details zum MIR-Projekt
