Notebook-Boom auf dem Höhepunkt

idc
15.03.2008

Der weltweite PC- und Notebook-Markt wird in den kommenden zwei Jahren noch ein solides Wachstum verzeichnen, danach ist der Boom aber erst einmal zu Ende.

Wie das Marktforschungsunternehmen IDC prognostiziert, wird das Wachstum in der Notebook-Sparte ab etwa 2011 wieder abflachen.

2010 rechnen die Analysten noch mit einem Zuwachshoch von 36 Mio. Notebooks, danach soll der Anstieg in den Verkaufszahlen spürbar nachlassen. Der Abwärtstrend wird sich zumindest über zwei Jahre hinweg fortsetzen. 2012 sollen 236 Mio. Notebooks verkauft werden. Im Verkaufszuwachs würde in dem Jahr beinahe eine Verdoppelung gegenüber 2007 erreicht werden.

Die prognostizierte Entwicklung der mobilen Geräte sei nicht unwesentlich durch eine zunehmende Sättigung des Marktes bedingt.

Der Erfolg von Asus' Eee PC hat nun auch die Konkurrenz auf den Plan gerufen: Immer mehr Anbieter stellen Kleinst-Notebooks vor. Belinea will mit einem Sieben-Zoll-Notebook mit 80-GB-Festplatte und Touchscreen vor allem Business-Nutzer ansprechen.

Preisverfall bremst Umsätze

Die Marktforscher gehen davon aus, dass sich der PC-Markt dieses Jahr wieder stabil verhalten wird und ein erneut starkes Wachstum vorlegen kann. So sollen 2008 rund 302 Mio. Computer ausgeliefert werden, was einer Steigerung von zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Bereits in diesem Jahr ist aber ein geringeres Wachstum im Umsatz zu erwarten. Dieser soll um nur 7,4 Prozent auf 280 Mrd. Dollar zulegen. Bis 2012 werden sich die Umsatzsteigerungen auf vier Prozent reduzieren und einen Wert von 330 Mrd. Dollar erreichen, so die Branchenanalysten.

"Erneuerungen in gesättigten Märkten und Neukunden in wachsenden Märkten führen mit technologischer Evolution und fallenden Preisen zu Wachstum", meint Loren Loverde, Direktor des IDC Quarterly PC Tracker. Im Consumer-Bereich des EMEA-Raums [Europa, Naher Osten und Afrika] lagen die Notebook-Verkaufszahlen 2007 zum ersten Mal deutlich über jenen bei Desktops.

(pte.at)