25.03.2005

HD-QUALITÄT

Irland ist Europas Vorreiter bei Digitalkinos

Als erstes Land der Welt passt Irland nun die Technik sämtlicher Lichtspieltheater dem digitalen Zeitalter an.

Die rund 515 Kinosäle der insgesamt 105 Filmpaläste landesweit werden binnen eines Jahres mit digitalen Filmprojektoren ausgestattet. Die Umrüstungskosten wurden mit 38,5 Millionen Euro veranschlagt.

Auch in London sollen bis Jahresende 250 Digitalprojektoren bei Kosten von 17 Millionen Euro zum Einsatz kommen.

Weltweit geht die Umrüstung der Kinos auf digitale Filmprojektion wegen der hohen Umstiegskosten nur sehr schleppend voran.

Lieferung per Satellit

Bessere Bildqualität, die Eliminierung von Kratzern sowie eine hohe Haltbarkeit - das Filmmaterial wird mit wiederholtem Abspielen nicht schlechter-, darin liegen die Vorteile der Digitalfilme.

Kleinere Kinos haben zudem den Vorteil, schneller neue Kinofilme zeigen zu können.

Die Lieferung von Digitalfilmen erfolgt via Satellit oder Breitbandkabel. Die Zwischenspeicherung erfolgt auf eigenen Servern in den lokalen Kinos.

Filmproduktionen werden heute bereits zu über 50 Prozent mit digitaler Aufnahmetechnik aufgenommen, auch die Postproduktion geschieht digital.

Die digitalen Filme müssen bisher aber wegen des Mangels an Digitalkinos zu enormen Kosten auf herkömmliche Filmrollen übertragen werden.

Kaum Digitalkinos in Österreich

In Österreich war bis vor kurzem neben dem Imax-Kino nur ein einziger Kinosaal mit einem digitalen Projektor ausgerüstet, Saal fünf im Wiener UCI-Kino Millennium City im 20. Bezirk.

Im Rahmen des EU-Projekts EuropeanDocuZone wurden hier zu Lande weitere acht Kinos mit digitalen Kinoanlagen ausgestattet und via Satellit oder Internet vernetzt.

Dazu gehören die Filmfabrik in Dornbirn, Top Kino in Wien, Schubert- und Rechbauer Kino in Graz, Stadtkino in Eisenstadt, Filmgalerie in Krems, Elmo Kino in Salzburg und das Neue Volkskino in Klagenfurt.