Irland ist Europas Vorreiter bei Digitalkinos
Als erstes Land der Welt passt Irland nun die Technik sämtlicher Lichtspieltheater dem digitalen Zeitalter an.
Die rund 515 Kinosäle der insgesamt 105 Filmpaläste landesweit werden binnen eines Jahres mit digitalen Filmprojektoren ausgestattet. Die Umrüstungskosten wurden mit 38,5 Millionen Euro veranschlagt.
Auch in London sollen bis Jahresende 250 Digitalprojektoren bei Kosten von 17 Millionen Euro zum Einsatz kommen.
Weltweit geht die Umrüstung der Kinos auf digitale Filmprojektion wegen der hohen Umstiegskosten nur sehr schleppend voran.
Avica liefert Server und Software, NEC die Projektoren
Durchgeführt wird die Umrüstung der US-Firma Avica Technology,
die auf digitale Kinotechnologie spezialisiert ist. Die Projektoren
stammen von NEC. Avica sorgt als Kopf der Investorengruppe Digital
Cinema Limited [DCL] zudem für die Finanzierung der Digitalisierung.
Avica TechnologyLieferung per Satellit
Bessere Bildqualität, die Eliminierung von Kratzern sowie eine hohe Haltbarkeit - das Filmmaterial wird mit wiederholtem Abspielen nicht schlechter-, darin liegen die Vorteile der Digitalfilme.
Kleinere Kinos haben zudem den Vorteil, schneller neue Kinofilme zeigen zu können.
Die Lieferung von Digitalfilmen erfolgt via Satellit oder Breitbandkabel. Die Zwischenspeicherung erfolgt auf eigenen Servern in den lokalen Kinos.
Filmproduktionen werden heute bereits zu über 50 Prozent mit digitaler Aufnahmetechnik aufgenommen, auch die Postproduktion geschieht digital.
Die digitalen Filme müssen bisher aber wegen des Mangels an Digitalkinos zu enormen Kosten auf herkömmliche Filmrollen übertragen werden.
Kopierschutz
Digital projizierte Filme können mit einem Kopierschutz
ausgestattet werden. Die US-Firma Cinea hat ein System entwickelt,
welches das Lichtniveau von digital abgespielten Filmen ständig
verändert. Das unaufhörliche Flackern bleibt vom Publikum unbemerkt,
macht aber jeglichen Versuch des Mitfilmens mit Digitalkameras
zunichte.
Kopierschutz im KinoKaum Digitalkinos in Österreich
In Österreich war bis vor kurzem neben dem Imax-Kino nur ein einziger Kinosaal mit einem digitalen Projektor ausgerüstet, Saal fünf im Wiener UCI-Kino Millennium City im 20. Bezirk.
Im Rahmen des EU-Projekts EuropeanDocuZone wurden hier zu Lande weitere acht Kinos mit digitalen Kinoanlagen ausgestattet und via Satellit oder Internet vernetzt.
Dazu gehören die Filmfabrik in Dornbirn, Top Kino in Wien, Schubert- und Rechbauer Kino in Graz, Stadtkino in Eisenstadt, Filmgalerie in Krems, Elmo Kino in Salzburg und das Neue Volkskino in Klagenfurt.
Linux-basierte Kinoserver
Die Arthouse-Kinos verfügen über einen digitalen Projektor von
Panasonic, der Linux-basierte Kinoserver zum Empfang und Speichern
der Daten kommt von GDC Technology.
EuropeanDocuZone
DocuZone Austria
