"Raubkopiererinnen sind Verbrecherinnen"
Ende 2003 startete die die deutsche Filmindustrie eine Anti-Piraterie-Kampagne, die bis heute umstritten ist. "Raubkopierer sind Verbrecher", so die juristisch nicht ganz astreine Formulierung.
Nun ist die Filmindustrie der Meinung, dass "auch beim illegalen Brennen von Filmen das weibliche Geschlecht auf dem Vormarsch" ist. "Ganze drei Millionen Frauen haben letztes Jahr Filme auf CD-ROM oder DVD gebrannt", so die Zukunft Kino Marketing GmbH, die die Kampagne organisiert, in einer Aussendung.
Dass das Internet eine männliche Domäne ist, stimme zwar noch im Allgemeinen, "aber die Frauen holen eindeutig auf". So fand eine aktuelle GfK-Brennerstudie heraus, dass 7,1 Prozent der deutschen Frauen im Vorjahr Filme auf DVDs und CDs brannten.
Geschenk zum Weltfrauentag
"Viele Frauen fühlten sich bisher nicht so stark wie Männer von
unserer Kampagne 'Raubkopierer sind Verbrecher' angesprochen. Das
wollen wir ändern und haben daher das Plakat 'Auch Raubkopiererinnen
sind Verbrecherinnen' kreiert, das deutschlandweit an Kinos und
Videotheken zum Weltfrauentag ausgeliefert wird", so Elke Esser,
Geschäftsführerin der Zukunft Kino Marketing.
Die neue KampagneAls Beispiel, auch bei Frauen hart durchgreifen zu müssen, wird tatsächlich ein Fall aufgeführt, in dem eine ominöse "Frau K. aus Ostfriesland" ihre Sozialhilfe mit dem Verkauf von selbst Gebranntem aufgebessert haben soll.
