JoWooD verhandelt mit neuem Partner
Die Zukunft des börsennotierten steirischen Computerspiele-Herstellers JoWooD könnte noch heute entschieden werden.
Das Unternehmen hat am späten Donnerstagnachmittag bekannt gegeben, dass derzeit Gespräche mit potenziellen internationalen Vertriebspartnern in den USA geführt würden.
Für JoWooD würde dieser Abschluss jedenfalls "wesentliche wirtschaftliche Implikationen" haben, hieß es in einer offiziellen Mitteilung.
Das sei auch der Grund, warum das Unternehmen die ursprünglich für vergangenen Dienstag geplante Veröffentlichung der vorläufigen Jahreszahlen um eine Woche verschoben habe, so das Unternehmen.
Wegen einer verunglückten Vertriebsstrategie hatte der steirische Spielehersteller dem Vernehmen nach zuletzt "gewaltige Verluste" geschrieben. Im zweiten Halbjahr 2004 sei aus den Vertriebsvereinbarungen praktisch keine Wertschöpfung zu Stande gekommen, hieß es.
Das Unternehmen hat deshalb - nach einem Managementwechsel an der Unternehmensspitze - im Februar eine strategische Partnerschaft mit dem US-Spieleentwickler Fluent Entertainment, die erst vor sechs Monaten geschlossen worden war, wieder aufgekündigt.
JoWooD und Fluent beenden PartnerschaftSchwere Kursverluste
Die JoWooD-Aktie hatte in den vergangenen Tage an der Wiener Börse schwere Kursverluste hinnehmen müssen. Am Donnerstag kurz vor Börseschluss notierte das Papier bei 0,88 Euro, ein Minus von 14 Prozent gegenüber dem Vortag.
Die Aktie dürfte damit heute erstmals als "Pennystock" aus dem Handel gehen. Gegenüber der Vorwoche hat das Papier ein Viertel seines Werts eingebüßt, per Jahresfrist beträgt der Kursverlust mittlerweile 70 Prozent.
