01.03.2005

NOCH 3 MONATE

Keine Entscheidung über Galileo-Zuschlag

Im Rennen um die milliardenschwere Ausschreibung für das Satelliten-Navigationssystem Galileo hat die EU ihre Entscheidung nun verschoben und nimmt parallele Verhandlungen mit dem iNavSat-Konsortium um EADS und dem Konkurrenten Eurely auf.

Das für die Auswahl zuständige EU-Gemeinschaftsunternehmen aus EU-Kommission und Europäischer Weltraumbehörde [ESA] teilte am Dienstag in Brüssel mit, beide Konsortien seien in der Lage, die Konzession zu übernehmen, und hätten ihre ersten Angebote verbessert.

Das EU-Gemeinschaftsunternehmen wolle deshalb jetzt mit beiden parallel verhandeln und innerhalb von drei Monaten darüber entscheiden, mit wem die endgültigen Verhandlungen geführt werden sollen.

Ab 2008 in Betrieb

Neben EADS sind an iNavSat die französische Thales und die britische Inmarsat beteiligt. Zum Eurely-Konsortium gehören der französische Telekom-Konzern Alcatel, die italienische Finmeccanica und die spanischen Unternehmen AENA und Hispasat.

Mit Galileo will Europa erstmals ein eigenes satellitengestütztes System zur Ortsbestimmung in Betrieb nehmen.

Anders als das Global Positioning System [GPS] der USA und das russische GLONASS steht Galileo unter ziviler Kontrolle. Es soll ab 2008 mit 30 Satelliten zur Verfügung stehen.