Ein Robotermechaniker für die ISS
Am Dienstag startet das US-Spaceshuttle "Endeavour" zur Internationalen Raumstation [ISS]. Neben sieben Astronauten gehört auch ein Robotermechaniker zur Besatzung.
Der zweiarmige Roboter namens "Dextre" wird während der 16-tägigen Mission an den Roboterarm der ISS angebracht und soll die Durchführung von externen Montagearbeiten erleichtern, die bisher von den Astronauten selbst durchgeführt werden mussten.
Inbusschlüssel-Arme
"Dextre" hat zu diesem Zweck an jedem Arm sieben Verbindungsstellen, die ein extremes Drehen und Abwinkeln ermöglichen.
Jeder der beiden Roboterarme hat Greifer, um Dinge zu erfassen, und integrierte Inbusschlüssel, um Schrauben zu drehen.
"Dextre" kann dabei Gegenstände von der Größe eines Telefonbuchs bis zu einer Telefonzelle ergreifen. Der Roboter kann von Bord der ISS und auch von der Erde aus gesteuert werden.
Erster ESA-Weltraumfrachter zur ISS
Europa hat am Wochenende erstmals einen eigenen Weltraumtransporter zur ISS geschickt. Eine Ariane-5-Trägerrakete hob am Sonntag mit dem unbemannten Modul "Jules Verne" um 5.03 Uhr MEZ vom Raumfahrtzentrum Kourou in Französisch-Guayana ab und brachte es erfolgreich in die Erdumlaufbahn.
Der Weltraumfrachter hat mehrere Tonnen Treibstoff an Bord sowie Lebensmittel, Sauerstoff und Kleidung für die ISS-Astronauten und auch Ersatzteile für das europäische Weltraumlabor "Columbus". Der Frachter, gebaut von einem Konsortium unter Führung von EADS Astrium,
soll am 3. April an die ISS andocken.
Repariert 140 Bauteile
Der 210 Millionen Dollar teure "Dextre"-Roboter wird nicht in einem, sondern in neun Stücken zur ISS gebracht und muss dort erst zusammengesetzt werden. Allein drei Außenmissionen werden benötigt, um die Hände an die 3,35 Meter langen und jeweils 350 Kilogramm schweren Arme anzubringen.
"Dextres" Werkzeugarme sind in der Lage, 140 Bauteile der ISS wie etwa Batterien und Schaltkreiskästen auszutauschen. Dabei weiß der Roboter selbst, wann er mehr Kraft anwenden muss und wann weniger.
"Dextre" soll 2009 seine Arbeit aufnehmen, die Lebensdauer ist auf 15 Jahre ausgelegt.
(Reuters | NASA | USA Today)
