T-Systems will doch ins "Herkules"-Projekt
Die Deutsche-Telekom-Tochter T-Systems bietet ihre Dienste der Bundeswehr auch nach ihrem Ausstieg aus dem Bieterkonsortium für das Kommunikationsprojekt "Herkules" an.
"Wir stehen weiterhin bereit, Leistungen für das Projekt zu erbringen", sagte T-Systems-Chef und DT-Vorstand Konrad Reiss der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". T-Systems biete weiterhin ihre Dienst bei dem milliardenschweren Projekt an, jedoch nicht mehr als Mitglied des Konsortiums, sondern als dessen Partner.
Die DT-Tochter war Anfang der Woche aus dem Bieterkonsortium TIS ausgestiegen, dem auch die Firmen IBM und Siemens angehören. "Unsere Entscheidung, kein überarbeitetes Angebot abzugeben, ist nicht verbunden mit irgendeiner Form der Kritik an der Bundeswehr oder unseren Konsortialpartnern", sagte Reiss dazu.
"Konsequent, dass wir uns zurückgezogen haben"
"Es ist schlicht so, dass wir bei der Ausschreibung bereits vor
vier Jahren ein Angebot abgegeben haben. Es war uns nicht möglich,
dieses Angebot so an die aktuellen Rahmenbedingungen anzupassen,
dass die Bundeswehr und wir zufrieden gewesen wären. Und dann ist es
nur konsequent, dass wir uns aus dem Konsortium zurückgezogen
haben", fügte er hinzu.
Ausstieg aus Projekt "Herkules"Bei dem IT-Projekt geht es um die Modernisierung und Vereinheitlichung der gesamten Telefon- und Computerausrüstung der Bundeswehr. Private Firmen sollen etwas mehr als die Hälfte der Anteile an einer IT-Gesellschaft halten, die dazu gegründet werden soll; knapp die Hälfte soll der Bund halten.
TIS war bei dem Projekt ursprünglich einer anderen Bietergruppe unterlegen, deren Gespräche mit dem Ministerium dann aber Mitte 2004 an Finanzierungsfragen scheiterten.
