145.000 US-Verbraucherdaten entwendet
Die Datenbank der auf die Sammlung von Informationen über Millionen US-Konsumenten spezialisierten US-Firma ChoicePoint ist von Kriminellen angezapft worden.
Während zuerst von etwa 35.000 potenziellen Datenklau-Opfern die Rede war, erklärte das Unternehmen nun, dass die Angreifer die persönlichen Daten von bis zu 145.000 US-Bürgern ergaunert haben.
Die Kriminellen traten mit Tarnfirmen auf, wurden ChoicePoint-Kunden und erhielten Zugang zu den Verbraucherinformationen. Sie bekamen Namen, Adressen sowie eine Kombination von Sozialversicherungs- und Führerscheinnummern und teilweise auch gekürzte Kreditberichte.
Auch der Zugriff zu Insolvenz-, Forderungs-, professionellen Lizenz- und Immobilieninformationen wurde gegen Entgelt gewährt.
Der Daten-Einbruch hat sich bereits im vergangenen Herbst ereignet. Die Firma hat sich aber erst jetzt dazu entschlossen, an die Öffentlichkeit zu gehen.
ChoicePointKonten werden geplündert
"Identitätsdiebstahl" ist ein enormes Problem in den USA. Tausende von US-Bürgern sind jährlich die Opfer.
Die Kriminellen eröffnen mit Hilfe persönlicher Daten der Betroffenen Konten, beschaffen sich Kreditkarten und machen in großem Stil Schulden.
Es dauert meist viele Monate oder gar Jahre, bis die vom Datenmissbrauch betroffenen Bürger die Banken, Kreditgeber, Geschäfte und andere Gläubiger überzeugen können, dass sie Opfer von Identitätsklau waren und die Schulden oder Käufe nicht selbst gemacht hatten.
