08.02.2005

SHOWDOWN

Exponet und ITnT auf Kollisionskurs

Nächsten Dienstag ist es so weit: Die Veranstalter DC-Messen [exponet] und Reed [ITnT] schicken zeitgleich ihre konkurrierenden Fachmessen um den IT-Messestandort Wien ins Rennen.

Jeweils drei Tage lang versuchen die exponet und Neuling ITnT möglichst viele Fachbesucher anzulocken, um die Aussteller von ihrem Konzept zu überzeugen.

Die große Frage ist nun, wer mehr Aussteller und Besucher in das Austria Center Vienna [exponet] beziehungsweise die Messe Wien [ITnT] locken kann.

"Das wird die Branche zu beurteilen haben, aber ich rechne im kommenden Jahr nur noch mit einer Veranstaltung", so Matthias Limbeck, Marketing & New Business-Geschäftsführer des ITnT-Veranstalters Reed Exhibitions.

Unklarheiten bei Aussteller-Listen

Die Veranstalter kämpfen dabei mit harten Bandagen.

So werden auf der exponet-Website schon einmal Aussteller gelistet, die selbst garnichts davon wissen.

Von zwölf, von Heise Online als Stichprobe gewählte Unternehmen, die auf der exponet-Webseite gelistet sind, gaben acht Firmen an, überhaupt nicht auf dieser Messe auszustellen.

Auch eine APA-Rückfrage bei der ebenfalls im Ausstellerverzeichnis eingetragenen eWave Telekommunikation führte zum selben Ergebnis: "Wir stellen nicht aus", hieß es bei eWave.

Exponet-Sprecher Werner Grohmann war trotz mehrmaliger Anfrage zu keiner Stellungnahme bereit.

Was die Messen zu bieten haben

Die ITnT konnte Branchengrößen wie IBM, Microsoft, SAP und Telekom Austria als Aussteller gewinnen, die exponet verweist auf Integra, Kaspersky Labs, Konica Minolta, Storage Tec, Symantec, Winterheller oder voestalpine Informationstechnologie.

Bei der ITnT soll ein Fachprogramm mit Sonderschauen, Spezialforen, Workshops, Vorträgen und Events EDV- und IT-Profis von der Geschäftsleitungs- bis zur Projektebene anlocken. Parallel dazu findet der Beraterkongress "i.con-vienna" und das "Kontaktforum Zentral- und Osteuropa" statt.

Im Rahmen der exponet-Frühjahrstagung halten mehr als 200 kaufmännische und technische Entscheider ein dreitägiges Vortragsprogramm ab, die Kroatische Handelskammer sowie die Industrie- und Handelskammer von Serbien und Slowenien haben einen Gemeinschaftsstand und ein China-Crashkurs soll Führungskräfte fit für den neuen Boom-Markt machen.