T-Mobile Austria will weiter sparen
Nach dem Abbau von 150 Mitarbeitern plant der zweitgrößte heimische Mobilfunkanbieter T-Mobile Austria weitere Einsparungen.
Wie der Aufsichtsratsvorsitzende Timotheus Höttges erklärte, prüft das Unternehmen zusätzliche Ausgliederungen etwa für die Logistik, aber auch für den Content-Bereich. Zudem könnten die großen Geschäftskunden an die Schwestergesellschaft T-Systems abgegeben werden.
Von den Outsourcing-Plänen sind in Österreich auch weitere Jobs bedroht. Wie viele, wollte Höttges noch nicht präzisieren. Es werde aber "eine kleinere Zahl" als die zuletzt gekündigten 150 Mitarbeiter sein, sagte er in Bonn am Rande einer internationalen Pressekonferenz vor Journalisten.
Konzernweit sind von den Auslagerungsplänen rund 1.000 Mitarbeiter betroffen. Hintergrund ist eine generelle Neuausrichtung im Deutsche-Telekom-Konzern.
Wandlung zum Dienstleistungskonzern
Zehn Jahre nach seiner Ausgliederung in einen Konzern will sich
das Unternehmen von einem Technologie- zu einem
Dienstleistungskonzern wandeln, erklärte Konzernchef Kai-Uwe Ricke
auf der Pressekonferenz.
Deutsche Telekom erfolgreich im 4. QuartalFür die Deutsche Telekom-Töchter in Österreich wird der Konzernumbau voraussichtlich bedeuten, dass sich T-Mobile nur noch auf jene Bereiche konzentrieren will, die direkt mit dem Service am Kunden zu tun haben, erläuterte Höttges.
Außerdem könnte ein Teil der Großkunden - nämlich jene Top 500, die jetzt auch schon Kunden der Schwestergesellschaft T-System sind - künftig zur Gänze von T-Systems betreut werden. T-Mobile International und Deutsche Telekom-Vorstand, Rene Obermann meinte dazu zumindest: "Das schließe ich nicht aus."
Standard-Mobilfunklösungen für Geschäftskunden sollen zwar weiterhin von T-Mobile kommen. Individuelle Lösungen für Top-Kunden wolle der T-Konzern aber künftig aus einer Hand anbieten, so Obermann.
