02.02.2005

STRATEGIE

MS plant eigene Anti-Viren-Software

Der weltgrößte Softwarekonzern Microsoft erwägt, eine eigene Anti-Viren-Software als Ergänzung zu seinem Betriebssystem Windows XP anzubieten.

Anti-Virus-Funktionen könnten auch Teil des geplanten neuen Microsoft-Betriebssystems Longhorn werden. Möglicherweise werde der Konzern dabei auf Produkte des 2003 übernommenen rumänischen Anti-Virus-Softwareanbieters Gecad zurückgreifen, sagte Microsoft-Technikvorstand Craig Mundie der "Financial Times Deutschland" [Mittwochsausgabe].

"Denkbar ist, dass wir bei künftigen Überlegungen zu der Einschätzung kommen, dass bestimmte Teile der Anti-Virus-Software zum Betriebssystem gehören sollten", sagte Mundie.

Die EU-Kommission hatte Microsoft zuletzt aus Wettbewerbsgründen zur Auflage gemacht, das Betriebssystem Windows ohne den Media Player auszuliefern, um andere Anbieter von Video- und Musiksoftware zu schützen.