Online-Rundgang durchs KHM
Ab Mitte des Jahres wird das Kunsthistorische Museum [KHM] Wien Teile seiner Kunstsammlung auch im Internet präsentieren.
Als Erstes wird der Rundgang durch die Gemäldegalerie mit insgesamt 2.000 Exponaten online möglich. Bis 2007 sollen dann alle 38.000 Objekte der KHM-Sammlungen digitalisiert sein.
Die Fotos im Digitalkatalog werden sowohl im JPEG- als auch im hochauflösenden TIFF-Format vorliegen und mit ergänzenden Informationen bzw. Suchbegriffen wie Inventarnummer, Künstler, Technik, chronologische Einordnung und Herkunft ergänzt.
Die Nutzung soll für nicht kommerzielle Zwecke kostenlos sein, kündigte KHM-Generaldirektor Wilfried Seipel an.
Kunsthistorisches Museum WienAuch Tate und Met mit "The Museum System"
Verwirklicht wird das virtuelle Museum mit der Software "The Museum System" des US-Herstellers Gallery Systems. Allein die KHM-Gemäldegalerie füllt 400 Gigabyte.
Das Museums-Managementsystem wird international von 400 Museen und Kultureinrichtungen zur digitalen Archivierung, Verwaltung und Dokumentation von Sammlungsbeständen genutzt.
Zu den Kunden zählen etwa Tate und National Gallery in London, das Metropolitan Museum of Art in New York, sowie das Getty Museum.
Auch die Sammlungen der Albertina und der Österreichischen Galerie im Belvedere werden bis Ende 2006 mit dem System digital umgesetzt.
Vernetzung von Österreichs virtuellen Museen
Die Datenbanken der Museen sind damit untereinander kompatibel,
eine gemeinsame Plattform, etwa unter einem Titel wie "Kulturerbe
Österreich" ist ebenfalls angedacht.
The Museum System
