Proteste gegen T-Mobile-Kündigungen
Die deutsche Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat vom Vorstand des deutschen Mobilfunkbetreibers T-Mobile einen formellen Verzicht auf Entlassungen von bis zu 2.200 Stellen in Europa gefordert.
"Betriebsbedingte Kündigungen müssen in diesem Vertrag ausgeschlossen werden", sagte Verdi-Mobilfunkexperte Ado Wilhelm am Montag bei einer Protestaktion in der T-Mobile-Zentrale in Bonn. Außerdem gelte es, alle T-Mobile-Standorte in Deutschland tarifvertraglich zu sichern, so Wilhelm weiter.
T-Mobile hatte in der vergangenen Woche angekündigt, durch Personalabbau, Auslagerung bestimmter Aktivitäten, Kürzungen bei der Modellpalette sowie Subventionen seine Kosten senken zu wollen. Von 2006 an sollen dadurch eine Milliarde Euro jährlich eingespart werden. T-Mobile hatte angekündigt, auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten zu wollen.
Von den geplanten Kostensenkungen von 150 Millionen Euro im Personalbereich könnten bis 2006 bis zu 2.200 Mitarbeiter in den europäischen Gesellschaften betroffen sein, davon bis zu 1.200 Mitarbeiter in Deutschland, hatte T-Mobile mitgeteilt. Auch in Österreich werden 150 Stellen gestrichen.
T-Mobile Österreich streicht 150 StellenDerzeit beschäftigt die Tochter der Deutschen Telekom europaweit rund 21.000 Menschen. Von der konzerninternen Verlagerung von Aufgaben seien zudem europaweit rund 500 Mitarbeiter - davon 340 in Deutschland -, von der Auslagerung von Bereichen an Dritte europaweit 600 Mitarbeiter betroffen, von ihnen 130 in Deutschland.
Verdi sprach von insgesamt 3.380 Stellen, die von den Sparmaßnahmen berührt seien. Davon entfielen 1.140 auf Aus- und Verlagerungen. In Deutschland liege die Zahl bei 1.685 Stellen, wovon 467 Stellen auf Outsourcing entfielen.
