JoWooD-Gründer Tobler verlässt Vorstand
Nach der überraschenden Umsatz- und Gewinnwarnung vom vergangenen Freitag verlässt JoWooD-Gründer und -Vorstand Andreas Tobler nun das Unternehmen.
Der bisherige Verantwortliche des Bereiches Capital Markets der Capital Bank, Albert Seidl, ist mit Wirkung ab 28. Jänner als neuer Vorstandsvorsitzender nominiert.
Das deutliche Verfehlen der Umsatzziele für 2004, die daraus resultierende Umsatzwarnung, die kritischen Anmerkungen einiger Aktionäre im Zuge der außerordentlichen Hauptversammlung vom letzten Freitag sowie die nicht zufrieden stellende Internationalisierung des Vertriebes hätten den Aufsichtsrat "zum Handeln veranlasst", hieß es weiter.
Ausblick auf 2005
Der designierte neue Vorstand müsse nun jene Veränderungen
herbeiführen, "die der Hebung des erheblichen Potenzials von JoWooD
und insbesondere der Spielepipeline 2005 entsprechen", die
Vertriebsstruktur verbessern, alle Vertriebspotenziale nützen und
eine Strategie finden.
JoWooD erwartet für 2004 VerlusteJoWooD 2002 knapp an Insolvenz vorbeigeschrammt
Tobler werde dem Unternehmen in der Übergangszeit beratend zur Verfügung stehen.
JoWooD - 2002 knapp an der Insolvenz vorbeigeschrammt - sprach zuletzt von Defiziten in seiner Internationalisierung: Die im Vorjahr eingegangene strategische Partnerschaft mit der US-Firma Fluent habe nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Das Potenzial der Spielepipeline wurde zuletzt mit "40 Mio. Euro Umsatz und mehr" beziffert.
Für 2004 hatte JoWooD die Umsatzprognose von zuvor 22 bis 25 auf 21 Mio. Euro zurückgeschraubt. Mitte Dezember war der gesamte Aufsichtsrat nach Differenzen mit dem Vorstand überraschend zurückgetreten.
