Handy-Subvention ist falsche Strategie
Der Trend zur Schnäppchenjagd setzt sich in Deutschland zumindest auch beim Handykauf immer mehr durch.
Zwei von drei Nutzern [67 Prozent] greifen laut einer aktuellen Umfrage beim Kauf neuer Mobiltelefone inzwischen bewusst auf preisgünstige Geräte zurück, wie das Beratungsunternehmen Mummert Consulting berichtet.
Würden allerdings die Preise für die Handytelefonie sinken, wären 67 Prozent auch bereit, auf die hohen Subventionen auf die Handys durch die Netzbetreiber zu verzichten.
Nur noch sieben Prozent der Befragten sind demnach bereit, für ein Handy mehr als 150 Euro hinzublättern - trotz verlockender Zusatzangebote wie integrierter Kamera oder MP3-Musikspieler.
Gut 26 Prozent hätten sogar angegeben, für ein Mobiltelefon höchstens 20 Euro ausgeben zu wollen.
Deutscher Mobilfunkmarkt wächst weiterDer Online-Trendumfrage zufolge, an der sich nach Angaben von Mummert 637 nicht repräsentativ ausgewählte Bundesbürger beteiligten, gaben fast 27 Prozent der potenziellen Handykäufer an, 20 bis 50 Euro für ein neues Gerät ausgeben zu wollen; knapp 31 Prozent nannten 50 bis 100 Euro als mögliche Preisspanne.
Nach Einschätzung von Mummert setzen die Mobilfunkbetreiber damit zurzeit auf die falsche Strategie: Sie wollten gerade mit Kampfpreisen um einen Euro für UMTS-Handys den Absatz mit ihren neuen Mobilfunknetzen ankurbeln. Dafür seien die UMTS-Tarife aber nochmals bis zu 30 Prozent teurer als herkömmliche Mobilfunkgebühren.
