14 Jahre Haft für größten Datendiebstahl
Ein IT-Spezialist ist am Dienstag wegen des bisher umfangreichsten Datendiebstahls in den USA zu 14 Jahren Haft verurteilt worden.
Es sei ein "fast unbeschreiblicher Schaden" entstanden, erklärte Bezirksrichter George Daniels in Manhattan. Nach Schätzung der US-Regierung liegt die Schadenssumme zwischen 50 und 100 Mio. Dollar, zehntausende Menschen seien betroffen.
Der als Urheber des Betrugsfalls angeklagte 35-jährige Philip Cummings hatte sich im September schuldig bekannt. Er arbeitete bei einer Softwarefirma in Long Island, die Banken Zugriff auf Datenbanken mit Kreditkarteninformationen bietet. Cummings verkaufte unbekannten Mittätern die Passwörter der Firmen für den Zugriff auf die Datenbanken. Dabei sollen zwischen Mitte 1999 und August 2000 zehntausende Datensätze über Kreditkarten gestohlen worden sein. Cummings bekam 30 Dollar für jeden Datensatz.
Polizei reagierte langsam
Eines der Opfer, die 56-jährige Barbara Cusumano, berichtete, es
sei unglaublich schwierig gewesen, die Behörden auf den Betrugsfall
aufmerksam zu machen. Als sie der Polizei mitgeteilt habe, dass
1.500 Dollar von ihrem Kreditkartenkonto illegal abgebucht worden
seien, sei ihr nur mitgeteilt worden, der Fall werde nicht weiter
untersucht, weil er unter 5.000 Dollar liege.
Immer öfter wird mit Karte bezahltErst später habe das FBI Kontakt mit ihr aufgenommen, als deutlich geworden sei, dass es sich um einen Fall unter vielen gehandelt habe. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, wurden die meisten Opfer von ihren Banken entschädigt.
