12.01.2005

FUZO-TEST

Roboter bleiben beschränkt unterhaltsam

Der kleine Roboter Robosapiens hat zumindest in den USA und Japan einige Furore gemacht und erhält nun auch einen Nachfolger.

Bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass der Bot, so wie sein weitaus kostspieligeres Pendant Aibo von Sony, derzeit nur für kurzweilige Unterhaltung sorgen kann.

Zwar ist Robosapiens vor allem durch seine Fortbewegung auf zwei Beinen weitaus menschenähnlicher als Aibo und zu einem Preis von 99 Euro auch erschwinglich, aber der Langzeitspaß hielt sich sowohl beim älteren wie auch beim jüngeren Testpublikum in Grenzen.

Robosapiens kann mit einer Reihe von interessanten Funktionen aufwarten, so kann er sich drehen, Dinge aufheben und wegschmeißen, seine Arme recht flüssig bewegen und im Notfall auch furzen und rülpsen. Sensoren in den Händen und Beinen hindern ihn zudem ungebremst in Gegenstände oder Gebäude zu rennen.

Eingeschränkte Diener-Funktion

Mit seinen Fähigkeiten und mit Hilfe der Fernbedienung lässt sich der Roboter durchaus als Bringer von Zigarettenschachteln und Ähnlichem engagieren [die ihm allerdings zuvor in die Hand gedrückt werden oder so passend platziert werden müssen, dass er sie auch greifen kann], seine Unterhaltungskünste als Rapper oder Tänzer sind allerdings beschränkt.

Auch bietet der Roboter keine Möglichkeit, die neu gestalteten Programme dauerhaft zu speichern. Laut Hersteller Wowwee beträgt die maximale Speicherzeit zwei Stunden, bevor der Roboter alles Erlernte wieder vergisst.

Zu seiner Ehrenrettung muss gesagt werden, dass der Bot durchaus Anziehungskraft besitzt und vor allem durch seine leichte Bedienung im ersten Moment der unumschränkte Star jedes Auftritts war.

Für diffizilere Aufgaben wie das Anbringen einer Cam reicht das mitgelieferte Handbuch allerdings nicht und so muss sich der geneigte User im Netz selber schlau machen.