Apples Kampf um den Vorsprung
Nach der Klage gegen Unbekannt wegen der Verbreitung von Infos über unveröffentlichte Produkte im Netz, hat Apple nun gegen die Website Think Secret Klage eingereicht.
Diese hatte vor kurzem unter anderem gemeldet, dass der Hersteller einen Mac ohne Monitor für unter 500 Dollar plant.
Apple will nun herausfinden, woher diese Infos stammen sowie eine einstweilige Verfügung erwirken, um weitere Vorab-Infos über noch geheime Produkte zu verhindern. Allerdings gibt der Hersteller mit der Klageschrift den Gerüchten im Vorfeld der Macworld-Konferenz nächste Woche neue Nahrung, anstatt sie einzudämmen.
In der Klage listet Apple einige Artikel mit vertraulichem Inhalt auf, gibt aber nicht an, welche Teile davon genau zutreffen.
So wird über den Artikel, der von dem Billig-Mac erzählt, nur gesagt, dass dieser einige vertrauliche Details über die technischen Fähigkeiten von veröffentlichten Produkten sowie von vertraulichen Marketingplänen Apples offen lege. Das gleiche gilt offenbar auch für die geplante Office-Suite iWork, über die Think Secret berichtet hatte. So sollen die Artikel detaillierte technische Spezifikationen und Produkt-Codennamen enthalten.
Apple plant Billig-Mac ohne MonitorInnovation als Grundlage
In einem Statement sagte Apple, dass die "DNA [das Erbgut, Anm.] der Firma Innovation und der Schutz der Geschäftsgeheimnisse entscheidend für den geschäftlichen Erfolg ist".
Apple hat nach eigenen Angaben die Website-Betreiber in den letzten Jahren mehrmals durch Briefe darauf aufmerksam gemacht, dass einige Postings Geschäftsgeheimnisse verraten und das Entfernen der anstößigen Infos verlangt sowie die Preisgabe der Identität der Informanten.
Nunmehr verlangt der Hersteller auch Entschädigung von Website-Betreibern und den Info-Lieferanten, da durch die Veröffentlichung der Vorab-Infos "das Interesse beim Launch der Produkte abnehme" und die Konkurrenz einen Vorteil erzielen könne.
