06.01.2005

FINANZIERUNG

TA-Anleihe von bis zu einer Mrd. Euro

Die börsenotierte Telekom Austria [TA] begibt eine Anleihe mit einem Volumen von bis zu einer Mrd. Euro.

Mit dem Geld sollen die geplanten Akquisitionen der TA-Gruppe, die vor der Übernahme der bulgarischen Handyfirma Mobiltel steht, in Südosteuropa finanziert werden.

Die in Euro denominierte Anleihe soll "in naher Zukunft" im Anschluss an eine Investoren-Telefonkonferenz und abhängig von den Kapitalmarktbedingungen begeben werden, teilte die TA am Donnerstag mit.

In Österreich würden die Wertpapiere allenfalls ausschließlich im Rahmen einer Privatplatzierung an einen begrenzten Personenkreis im Rahmen von dessen beruflicher oder gewerblicher Tätigkeit gemäß Kapitalmarktgesetz angeboten, hieß es.

Als Joint Bookrunners der Anleihe fungieren ABN AMRO, Citigroup und Lehman Brothers. Die TA verfügt über ein Baa2 Rating von Moody's und über ein BBB Rating von Standard & Poor's. Die Rating Agenturen beurteilten den Rating Ausblick als positiv.

Die TA-Gruppe, die mit ihrer Mobilfunktochter mobilkom austria bereits in Kroatien und Slowenien tätig ist, hat kürzlich eine Kaufoption für die Mobiltel erworben, die der TA das "alleinige und unwiderrufliche Recht" gibt, 100 Prozent des Grundkapitals der Mobiltel zu einem Unternehmenswert von bis zu 1,6 Mrd. Euro gegen Ende 2005 zu erwerben.

Die Übernahme der Mobiltel durch die TA wäre neben dem OMV-Einstieg bei der rumänischen Petrom eine der größten österreichischen Akquisitionen im Ausland. Die TA will den Deal zum Teil aus dem Cash-Flow und zum Teil aus der geplanten Unternehmensanleihe finanzieren.