TA-Anleihe von bis zu einer Mrd. Euro
Die börsenotierte Telekom Austria [TA] begibt eine Anleihe mit einem Volumen von bis zu einer Mrd. Euro.
Mit dem Geld sollen die geplanten Akquisitionen der TA-Gruppe, die vor der Übernahme der bulgarischen Handyfirma Mobiltel steht, in Südosteuropa finanziert werden.
Die in Euro denominierte Anleihe soll "in naher Zukunft" im Anschluss an eine Investoren-Telefonkonferenz und abhängig von den Kapitalmarktbedingungen begeben werden, teilte die TA am Donnerstag mit.
In Österreich würden die Wertpapiere allenfalls ausschließlich im Rahmen einer Privatplatzierung an einen begrenzten Personenkreis im Rahmen von dessen beruflicher oder gewerblicher Tätigkeit gemäß Kapitalmarktgesetz angeboten, hieß es.
In den USA nicht zugelassen
Nicht zugelassen seien die Wertpapiere, die nach dem
EMTN-Programm angeboten werden, nach dem US-Securities Act des
Jahres 1933 ["Securities Act"], diese dürften daher nicht in den USA
oder "zum Vorteil oder auf Rechnung" von US-Staatsbürgern zum
Verkauf angeboten oder verkauft werden, es sei denn, der Verkauf
falle unter Ausnahmetatbestände des "Securities Acts."
Telekom Austria - Investor RelationsAls Joint Bookrunners der Anleihe fungieren ABN AMRO, Citigroup und Lehman Brothers. Die TA verfügt über ein Baa2 Rating von Moody's und über ein BBB Rating von Standard & Poor's. Die Rating Agenturen beurteilten den Rating Ausblick als positiv.
Die TA-Gruppe, die mit ihrer Mobilfunktochter mobilkom austria bereits in Kroatien und Slowenien tätig ist, hat kürzlich eine Kaufoption für die Mobiltel erworben, die der TA das "alleinige und unwiderrufliche Recht" gibt, 100 Prozent des Grundkapitals der Mobiltel zu einem Unternehmenswert von bis zu 1,6 Mrd. Euro gegen Ende 2005 zu erwerben.
Die Übernahme der Mobiltel durch die TA wäre neben dem OMV-Einstieg bei der rumänischen Petrom eine der größten österreichischen Akquisitionen im Ausland. Die TA will den Deal zum Teil aus dem Cash-Flow und zum Teil aus der geplanten Unternehmensanleihe finanzieren.
