Tsunami-Blogs: Infos aus erster Hand
Das Ausmaß der Flut-Katastrophe in Asien lässt sich immer noch nicht einschätzen.
Bei der Berichterstattung erwiesen sich Weblogs aus der Krisenregion als schnellste Informationsquelle, zudem helfen sie bei der Koordination von Hilfsmaßnahmen.
Die Fotos und Berichte der Weblogger liefern persönliche Eindrücke direkt aus den verwüsteten Tsunami-Gebieten.
Im Unterschied zu den professionellen Reportern vor Ort, die von einem Einsatz zum nächsten pendeln, sind die Blogger emotional betroffen, dies geben auch die Schilderungen wieder.
Unter dem Foto eines gegen eine Palme geschmetterten Bootes in Jaffna, Sri Lanka, heißt es auf Thiswayplease.com etwa: "Die Gewalt dieser einen Welle ist erschütternd. Alle Häuser und Fischerboote entlang der Ostküste wurden zerstört."
Thiswayplease.comHilfe online verabreden
"Die Vorstellung, an jedem Winkel der Welt Augen und Ohren zu haben, ist mehr als nur etwas, an das wir uns gewöhnt haben; wir fordern es nun," erklärt Siva Vaidhyanathan von der Universität New York.
"Die Beben-Blogs geben uns ein unverblümtes Bild der lokalen Auswirkungen der Flutkatastrophe, das können herkömmliche Medien nicht liefern," so Xeni Jardin von
BoingBoing.net.
Zudem bemerken die Menschen nun, dass sie aktiv etwas beitragen können.
aus dem Boden gestampft, wo Betroffenen umfangreich Hilfe angeboten wird.
Unter Sumankumar.com finden sich Bilder der Verwüstung aus Chennai, Indien. Ein Foto zeigt einen Toten am Gehweg liegen, daneben einen Büffel vorbeigehen. "Angesichts dieses Fotos wirkt es beinah prophetisch, dass laut der Hindu Mythologie der Gott des Todes, Yama, auf einem Büffel reitet," so der Blogschreiber Nanda Kishore.
Sumankumar.com
