Matav will Telekom Montenegro übernehmen
Die ungarische Matav, eine Tochter der Deutschen Telekom, hat laut Berichten lokaler Medien das höchste Angebot für die Mehrheit an der staatlichen Telekom Montenegro abgegeben.
Die Ungarn sind demnach bereit, für 51 Prozent an der Telekom Montenegro 114 Mio. Euro zu bezahlen, um 21 Mio. Euro mehr als die Telekom Slovenije. Auch die Mobilkom Austria und die Telekom Srbije [Serbien] wollen den montenegrinischen Festnetz-Monopolisten übernehmen. Die Entscheidung wird frühestens im Jänner fallen, berichtet die Nachrichtenagentur MTI am Montag.
Es wird davon ausgegangen, dass sich die mit Liquiditätsproblemen kämpfende Regierung in Podgorica für das finanziell attraktivste Angebot der Matav entscheiden wird. Neben der Kaufsumme wollen die Ungarn überdies in den nächsten fünf Jahren 67 Mio. Euro in das Unternehmen investieren.
Mobilkom bot 87 Mio. Euro
Das Offert der Mobilkom Austria beläuft sich laut der Zeitung
"Vijesti" auf 87 Mio. Euro für das Mehrheitspaket sowie 85 Mio. Euro
an künftigen Investitionen. Die serbische Telekom Srbije hat demnach
einen Kaufpreis von 88,9 Mio. Euro angeboten sowie Investitionen in
Höhe von 86 Mio. Euro. Die Telekom Slovenije wäre bereit, für die
51-Prozent-Mehrheit an der Telekom Montenegro 93 Mio. Euro zu
bezahlen, hat aber keine Angaben über geplante Investitionen
gemacht.
Vier Bewerber für Telekom MontenegroExperten schätzen den Wert des zum Verkauf anstehenden staatlichen Aktienpakets auf 100 bis 120 Mio. Euro.
Die Matav hat laut MTI in ihrem Angebot klargestellt, dass sie mindestens zwei Drittel der Anteile an der Telekom Montenegro übernehmen will, nach Möglichkeit sogar mehr als 90 Prozent.
