Infineon will Verlustbringer abstoßen
Der Chiphersteller Infineon will sich von Verlustbringern unter seinen Konzernaktivitäten trennen.
"Wenn wir erkennen, dass ein Geschäft nicht profitabel werden kann, werden wir sehr konsequent sein", wird Vorstandschef Wolfgang Ziebart in der "Financial Times Deutschland" zitiert. "Wir kappen Projekte, die für uns keine Zukunftsrelevanz haben", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zufolge.
Betroffen seien kleinere Sparten wie die Venture-Capital-Aktivitäten und die Forschung mit Biochips.
Patentstreitigkeiten mit Rambus
An einer anderen Front hat Infineon ein US-Gericht dazu
aufgefordert, eine Patentrechtsklage des Chipdesigners Rambus
abzuweisen. Wie aus einem auf der Rambus-Website publizierten
Dokument hervorgeht, begründet Infineon den Antrag mit der
angeblichen Vernichtung von Dokumenten und Falschaussagen durch
Rambus. Der Chipdesigner habe nun bis Anfang Jänner Zeit, zu
reagieren.
Chiphersteller Infineon strukturiert umRambus-Aktie bricht ein
Die Rambus-Aktie brach am Dienstagabend in New York um 15,19 Prozent auf 21,50 Dollar ein. Die Klage wird erneut im US-Bundesstaat Virginia verhandelt.
Die Münchner Infineon hatte sich 2001 dort gegen Rambus durchgesetzt, im Berufungsverfahren wurde aber zu Gunsten des US-Unternehmens entschieden und das Verfahren an das Gericht in Virginia zurückverwiesen. Rambus hat eine Reihe von Klagen gegen DRAM-Speicherchip-Hersteller angestrengt, bei denen es um Lizenzgebühren in Milliardenhöhe geht.
