USA beanspruchen Kontrolle über Galileo
Die USA wollen Satellitennavigationssysteme im Notfall zumindest teilweise abschalten können.
Dies soll allerdings nur in Notfällen wie einer nationalen Bedrohung durch Terroristen und passieren. Dabei soll die zivile, wissenschaftliche und vor allem die kommerzielle Nutzung des Global Positioning Systems [GPS] "nicht übermäßig" beeinträchtigt werden, so ein entsprechendes Papier - dem Gegner aber der Zugriff auf GPS-basierte Services untersagt werden.
Dies soll demnach aber auch für andere Satellitennavigationssysteme gelten. Derzeit schickt sich die EU gerade an, mit Galileo ein Parallel-System zu GPS im All zu positionieren.
Für solche Fälle sollen die US-Militärs zudem entsprechend ausgerüstet und trainiert werden, entsprechende Richtlinien dazu sollen vom US-Heimatschutzministerium, dem Transportministerium und dem Innenministerium ausgearbeitet werden.
Dazu wurde unter anderem ein eigenes Komitee gegründet, das von Mitgliedern des Verteidigungsministeriums und des Transportministerium geführt wird. Mitglieder werden unter anderem vom Heimatschutzministerium, dem US-Innenministerium und der Space-Administration gestellt.
Fact Sheet [pdf]Keine weltweite Beeinträchtigung
In dem Papier wird allerdings auch angeführt, dass die USA weiterhin die so genannte "Selective Availability", also das weltweite Herabschrauben der Funktionstüchtigkeit des GPS, zumindest weltweit nicht verfolgen will.
Die USA wollen zudem den kommerziellen Nutzen ihres Systems weiter vorantreiben, daneben sollen aber auch militärische Einsatzmöglichkeiten nicht zu kurz kommen.
Entsprechend wird die Förderung der GPS-Weiterentwicklung sowie darauf basierender auch internationaler Services angeführt.
