15.12.2004

VERGLEICH

Time Warner zahlt 210 Millionen Dollar

Der weltgrößte Medienkonzern Time Warner zahlt in einem Vergleich mit dem amerikanischen Justizministerium insgesamt 210 Millionen Dollar. Das haben Time Warner und das US-Justizministerium am Mittwoch bekannt gegeben.

Es geht um Vorwürfe bei Geschäften der Time-Warner-Tochter America Online [AOL] mit der ehemaligen Firma PurchasePro.com. Das Justizministerium reicht eine strafrechtliche Beschwerde gegen AOL im.Zusammenhang mit Wertpapierbetrügereien ein, die von bestimmten PurchasePro-Mitarbeitern begangen wurden.

Strafe von 300 Mio. Dollar zu zahlen

Time Warner hat außerdem der amerikanischen Wertpapier- und Börsenkommission SEC einen Vergleich vorgeschlagen, der die Zahlung einer Strafe von 300 Millionen Dollar beinhaltet. Es geht um die regelwidrige Verbuchung von Anzeigeneinnahmen von 400 Millionen Dollar in den Jahren 2001 und 2002 im Zusammenhang mit dem Kauf der 49-prozentigen Bertelsmann-Beteiligung an AOL Europe.

Time Warner verspricht dabei, zukünftig nicht gegen Wertpapiergesetze zu verstoßen.

Die Gesellschaft gibt jedoch in dem der SEC vorgeschlagenen Vergleich kein Fehlverhalten zu oder verneint es. Einzig die Bilanzierung dieser Geschäfte soll geändert werden.