14.12.2004

PROGNOSE

Schwellenländer kurbeln PC-Wachstum an

Bis Ende dieses Jahrzehnts werden weltweit 1,3 Mrd. PCs im Einsatz sein, derzeit sind es nur 575 Mio. Stück. Das riesige Wachstum kommt dabei vor allem aus den Schwellenländern.

Dies hat die US-Marktforschungsfirma Forrester Research am Dienstag in einer Studie über den PC-Einsatz in 16 Schwellenländern wie China, Russland und Indien prognostiziert.

Dort wird der PC-Einsatz von insgesamt nur 75 Mio. Stück im Jahr 2003 bis 2010 dramatisch um 566 Mio. Einheiten in die Höhe schießen. Dagegen werden die USA, Europa und die entwickelten Märkte im asiatisch-pazifischen Raum ihre PC-Zahlen bis 2010 nur noch um 150 Mio. Stück erhöhen.

IBM hat Schwellenmärkte verstanden

"Die heutigen Produkte westlicher PC-Anbieter werden diese Märkte langfristig nicht dominieren", erklärte Forrester-Analyst Simon Yates. Stattdessen würden lokale Anbieter wie die Lenovo Group in China und Aquarius in Russland letztlich die Marktanteilsschlacht gewinnen. Diese Anbieter könnten die PC preislich und von der Anwendung her besser auf die heimischen Märkte ausrichten.

Forrester geht für China bis 2010 von 178 Mio. neuen PC-Nutzern aus, in Indien von 80 Mio. und in Indonesien von 40 Millionen.

Weiters wurde der Verkauf der IBM-PC-Sparte an Lenovo hervorgehoben: IBM habe verstanden, dass das PC-Wachstum mehrheitlich in den Schwellenmärkten erfolgen und von örtlichen Herstellern geführt werde. Forrester rechnet auch damit, dass sich dort das Linux- Betriebssystem gegen Windows durchsetzen wird. Die lokalen Anbieter könnten damit die Preise drücken.