13.12.2004

DER TREND

Linux auf dem Vormarsch

Die von den Branchengrößen IBM, Sun und Novell eingebrachte Dynamik beginnt ihre Wirkung immer stärker zu entfalten: immer mehr alteingesessene Großunternehmen setzen sowohl im Consumer-Sektor wie bei B2B auf das freie Betriebssystem.

Der US-Handelsriese Wal-Mart bietet seit vergangenen Freitag komplette, netzwerktaugliche Rechner bereits ab 200 Dollar via Website an.

Die recht spartanisch ausgestattete Einsteiger-Box stammt vom PC-Hersteller Microtel und kommt mit einem 1.5 GHz AMD Sempron 2200+ Prozessor.

Inbegriffen sind Tastatur, Lautsprecher und die auf Linux basierende Desktop-Edition von Xandros. Das Ganze ist über den integrierten Samba-Server und einen eigenen File-Browser im Windows-Stil einfach in Windows-Netze integrierbar.

Betont wird dabei vom Hersteller die einfache Bedienbarkeit des Xandros-Desktops und die volle Kompatibilität mit Microsoft Office.

Open-Exchange, Novell, Intel

Novell wiederum greift die Microsoft-Dominanz auf der Server-Ebene verstärkt dort an, wo es jetzt angesagt ist.

Ebenfalls Ende der vergangenen Woche gab man bekannt, die führende Open-Source-Alternative zu Microsoft Exchange, den Open-Exchange-Server des deutschen Herstellers Netline, ganz in das eigene DeveloperNet zu integrieren.

Vollständige Kompatibilität mit MS-Exchange ist erste Voraussetzung dafür, in reine MS-Netzwerke vordringen zu können.

Im Bereich Business-Applikationen werfen immer mehr Softwarehäuser freie Versionen ihrer bekannten hochpreisigen Produkte auf den Markt.