09.12.2004

MOBIL

Weltweit 1,5 Milliarden Handy-Telefonierer

Zur Jahresmitte gab es weltweit etwa 1,5 Milliarden Mobilfunkkunden, gut ein Viertel der Weltbevölkerung ist also am Handy erreichbar. Ein starkes Wachstum konnte dabei vor allem in Entwicklungsländern verzeichnet werden, insgesamt haben sich die Nutzer seit 2000 verdoppelt.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der ITU [International Telecommunication Union].

Beim Wachstum hat der Mobilfunk bereits das Festnetz überholt, auch wenn dieses mit 1,85 Milliarden Anschlüssen weltweit nutzermäßig noch knapp vorne liegt.

Getragen wird das enorme Wachstum bei Handy-Nutzern in erster Linie von den drei bevölkerungsreichsten Ländern Indien, China und Russland. Zum Halbjahr machten die Entwicklungsländer bereits 56 Prozent der Gesamtnutzer aus und haben damit die führenden Industriestaaten überholt.

700 Millionen Netz-Nutzer

Der weltweite Mobilfunk-Umsatz erreichte 2003 414 Milliarden Dollar und hat sich seit 1993 verzehnfacht, während der gesamte Telekomsektor im gleichen Zeitraum nur um rund 8,8 Prozent [1,1 Billionen Dollar] zulegte.

Bis Ende des Jahres sollen die Umsätze von mobilen Netzwerken zum ersten mal die aus dem Festnetz überholen.

Bei den Internet-Nutzern sieht die ITU im Vergleich zu Ende der 90er Jahre weniger Wachstum. Weltweit gibt es derzeit rund 700 Millionen Netz-Nutzer, laut ITU könnte diese Zahl aber deutlich steigen, wenn drahtlose Internet-Zugänge für Handys oder Notebooks in den Entwicklungsländern gefördert würden.

379 Mio. Handys in Europa

Allein in Europa besitzen laut einem Bericht der EU-Kommission mehr als 379 Millionen Menschen ein Handy, das bedeutet 83 Prozent der Europäer telefonieren mobil. Darunter sind etwa 2,6 Millionen 3G-Teilnehmer.

Erst 30 von insgesamt 75 lizenzierten 3G-Betreibern bieten kommerzielle Dienste an, 21 befinden sich noch in der Vorbereitungsphase.