Intelsat verliert Satellit
Der Satellitenbetreiber Intelsat hat am Wochenende einen Kommunikations-Satelliten "verloren": Durch ein technisches Gebrechen, eine Art Stromausfall, ging der Kontakt zum Satelliten "Americas-7" dauerhaft verloren.
"Americas-7" hatte Nordamerika, Hawaii, Mittelamerika und Teile von Südamerika mit Daten versorgt.
Die auf den Bermudas angesiedelte Gesellschaft Intelsat hat seit 1972 keinen Satelliten verloren.
20.000 Internetnutzer offline
Infolge des Ausfalls verloren unter anderem rund 20.000
Internet-User von Starband Communications ihren Anschluss. Auch der
"Playboy Channel" fiel aus. Die meisten betroffenen Kunden sind nach
Angaben des Unternehmens auf bestehende Satelliten umgeleitet
worden.
Proton-Rakete mit Intelsat gestartetSatellit war nicht versichert
Laut Berichten in US-Medien war "Americas-7" nicht versichert. Der nun ausgefallene Satellit war 1999 von Loral Space & Communications Ltd. gestartet und erst heuer von Intelsat angekauft worden.
Die Panne könnte den Verkauf von Intelsat an das Investoren-Konsortium Zeus Holdings gefährden. Gemäß einer im August veröffentlichten Vereinbarung zur Übernahme bestehe für diesen Fall die Möglichkeit zum Rücktritt.
Intelsat wurde 1964 durch ein Konsortium von 147 Nationen gegründet und 2001 privatisiert. Die US-Gesellschaft Lockheed Martin hält 24 Prozent der Anteile, France Telekom und VSNL [Indien] jeweils fünf Prozent.
