Digicam-Hersteller vor harten Zeiten
Am Digitalkamera-Markt wird es immer enger: Während die Marktführer Canon und Sony trotz fallenden Preisen Profite verbuchen, haben Hersteller wie Olympus, Pentax und Konica immer mehr zu kämpfen.
Der Durchschnittspreis für eine Digicam ist im laufenden Jahr um etwa 15 Prozent gesunken und auch 2005 soll der Preisverfall im selben Maß weitergehen.
Der globale Absatz ist 2004 um rund 40 Prozent auf 68,5 Millionen Einheiten gestiegen. Auch im kommenden Jahr sollen die Verkäufe um weitere 22 Prozent auf 84,1 Millionen Einheiten zunehmen. Ab 2006 ist dann laut Analysten jedoch Schluss mit dem Wachstum.
Weil die Gewinnspannen im Billig-Segment immer kleiner werden, spezialisieren sich viele Hersteller im High-End-Bereich. Sie wollen die Qualität verbessern und steigern die Megapixel, für die Bedürfnisse der meisten Nutzer ist das jedoch gar nicht notwendig.
Laut Sony-Manager Katsuya Nakagawa sei in Japan die "magische Grenze" von 40 Prozent der Haushalte, in denen es eine Digitalkamera gibt, bereits übertroffen. Die USA dürften diesen Grenzwert gegen Ende des Jahres erreichen, Europa im kommenden Sommer.
Digicam-Boom erreicht HöhepunktKodak gewinnt Marktanteile
Konkurrenz bekommen die Digicams auch vermehrt von Kamerahandys, deren Qualität für die Bedürfnisse vieler Nutzer völlig ausreicht.
Mit mittlerweile über 30 großen Anbietern ist der Wettbewerb weit stärker als noch vor wenigen Jahren.
In den USA hat sich dabei Kodak als ernstzunehmende Bedrohung entwickelt. Der Marktanteil stieg im ersten Halbjahr auf 18,2 Prozent, während die restlichen Hersteller weiter Marktanteile verloren haben.
