EZB erwägt Chips in Banknoten
Die Europäische Zentralbank [EZB] prüft die Ausstattung der Euro-Banknoten mit Chips zur Datenspeicherung.
Diese Chips würden es ermöglichen, jede Geldtransaktion nachzuvollziehen, so der deutsche Datenschutzbeauftragte Peter Schaar.
EZB- Sprecherin Regina Schüller wollte zu dem Berichts nicht sagen. "Forschung und Weiterentwicklung zur Sicherheit der Euro-Banknoten kommentiert die EZB grundsätzlich nicht." Eventuelle neue Sicherheitsmerkmale würden rechtzeitig bekannt gegeben.
Identifikation mit Lesegeräten
Nach Schaars Angaben könnten die für die Chips genutzten
RFID-Module mit beliebigen Angaben gefüttert und jederzeit an jedem
Ort drahtlos von Lesegeräten identifiziert werden.
Hardware-Richtlinien gegen GeldfälschungDer Einsatz von RFID-Modulen ist beispielsweise auch bei der Fußball-WM 2006 in Deutschland geplant. Hier könnten die Chips in die Tickets integriert werden.
Die Behörde des Datenschutzbeauftragten beobachte die Entwicklung mit "großer Zurückhaltung", hieß es. Datenschutzrechtlich sei der Chip-Einsatz bedenkenlos, wenn nur Seriennummern zur Fälschungssicherheit gespeichert würden.
"Würden darauf die Namen der Stadionbesucher gespeichert, würde das Ganze erheblich problematischer", zitiert die Zeitung Schaar. Eine Entscheidung darüber sei jedoch noch nicht gefallen. Der Datenschutzbeauftragte verhandele derzeit mit den WM-Organisatoren.
