Deutsche Telekom baut weiter Jobs ab
Die Deutsche Telekom muss Kosten senken und will ihren Stellenabbau auch über 2008 hinaus fortsetzen.
Telekom-Chef Rene Obermann hat einen weiteren Stellenabbau angekündigt, der aber geringer ausfallen werde als in den vergangenen Jahren. "Wir sind noch nicht auf demselben Effizienzniveau wie andere ehemalige Monopolisten. Deshalb ist es unabdingbar und für manchen auch bitter, was wir in Angriff nehmen mussten und noch müssen", sagte Obermann in einem am Sonntag vorab veröffentlichten Interview der "Financial Times Deutschland" [Artikel noch nicht online].
Die Telekom hatte angekündigt, bis Ende 2008 rund 32.000 Arbeitsplätze abzubauen. "Ich bin mir bewusst, dass ich auch über 2008 hinaus viel Standfestigkeit brauche, um durch diesen Sturm zu kommen, den Reformkurs fortzusetzen."
50.000 Mitarbeiter ausgegliedert
Im vergangenen Jahr hatte Obermann trotz wochenlanger Streiks 50.000 Mitarbeiter in Servicegesellschaften ausgegliedert, die dort länger für weniger Geld arbeiten.
Ein weiteres Abbauprogramm in den bereits angekündigten Dimensionen werde es aber nicht geben, stellte der Telekom-Chef klar.
Der Konzern ist auch in Österreich durch T-Mobile, T-Systems und T-Online vertreten. T-Mobile-Austria-Chef Robert Chvatal hatte im vergangenen November angekündigt, den Mitarbeiterstand von damals 1.650 bis Jahresende 2008 auf 1.400 zu reduzieren.
Investitionen in Schwellenländern
Obermann erwägt auch, die Präsenz der Deutschen Telekom auf den Mobilfunkmärkten der Schwellenländer zu stärken. "Wir können uns vorstellen, in solche Märkte auch in kleineren Schritten zu investieren", sagte er. "Wir sind dabei aber nicht auf die Technologie festgelegt."
(APA | Reuters | dpa)
