12.11.2004

GRÖSSTENTEILS

Telefonstörung laut TA wieder behoben

Der teilweise Ausfall von Telefon-Festnetz und Handy-Verbindungen in Wien und Niederösterreich ist nach Angaben der Telekom Austria [TA] wieder behoben.

TA-Unternehmenssprecher Martin Bredl gab bekannt, dass das System seit Freitag Mittag wieder laufe, nun müsse aber jeder Kunde einzeln wieder am neuen System freigeschaltet werden. Wie viele Österreicher insgesamt betroffen waren, könne man nicht beziffern.

Bredl fügte hinzu, dass auch beim Wieder-Funktionieren der Cross Communication-Einheit die "Last" nicht auf einmal, sondern stufenweise aufgeschaltet werden müsse.

Für den Ausfall ist nach Angaben der TA ein "hartnäckiger Softwarefehler" im Wiener Arsenal verantwortlich.

Ersatzsysteme und Ersatzdienste

Siemens-Sprecher Karl Strasser bestätigte, dass das Unternehmen als Lieferfirma des zentralen Übertragungssystems für die Ausfälle verantwortlich zeichne, und "unter Hochdruck an der Behebung des Problems" arbeite. Ein Spezialistenteam von 50 Mitarbeitern sei damit befasst.

Derzeit komme man sehr gut voran, die Behebung laufe planmäßig. Wann das System wieder voll funktionstüchtig sei, konnte Strasser nicht vorhersagen. Das System von T-Mobile sei aber wieder funktionsfähig.

Bei einem Software-Update an der Cross-Connect-Architektur der TA sei ein Software-Fehler aufgetreten, der "unter Verkettung unglücklicher Umstände" zu einem Ausfall von 300 Leitungssystemen geführt habe, "die nicht mehr zusammengeschaltet werden konnten", erklärt Strasser das vorliegende Problem.

Laut Vertrag garantiere die Lieferfirma die Problemlösung innerhalb weniger Stunden. Der Ausfall hatte allerdings bereits Donnerstagvormittag begonnen, die vertragliche Frist ist somit überschritten worden. Als Konsequenz dürfte auf Siemens daher wohl irgendeine Form von Schadenersatzforderung durch die TA zukommen. Bredl wollte dazu keine Stellungnahme abgeben, Strasser erklärte, man werde den Fall nach Beendigung wohl analysieren müssen.

Bankomat und Lottoannahmestellen

Bredl gab an, dass die TA parallel zur Schadensbehebung unverzüglich damit begonnen habe, Ersatzsysteme aufzubauen, damit die Kunden teilweise wieder die Services in Anspruch nehmen können. Über Nacht seien teilweise Ersatzdienste hochgefahren worden, so Bredl.

Laut Europay-Sprecherin Angela Szivatz waren rund 5.500 Bankomatkassen in Supermärkten und anderen Geschäften von dem Leitungsausfall betroffen.

Im Laufe des Abends sollen laut Bredl alle Systeme wieder laufen, die Kunden würden verständigt. Bankomatkassen und Lottoannahmestellen sollten auf jeden Fall ab Samstag wieder reibungslos arbeiten können, so Bredl zu futurezone.ORF.at.