10.11.2004

GMX-MUTTER

United Internet hebt Gewinnprognose an

Der Internet-Dienstleister United Internet hat in den Monaten Januar bis September die Erwartungen der Analysten übertroffen und seine Prognose für den Vorsteuergewinn [Ebit] im Jahr 2004 erneut leicht angehoben.

Der mit hohen, ergebnisbelastenden Rabatten für Neukunden geführte Preiswettbewerb werde in der Branche jedoch "noch eine ganze Zeit andauern", sagte Vorstandschef und Großaktionär Ralph Dommermuth der Nachrichtenagentur Reuters.

"Auf Grund einer guten Geschäftslage erhöht die United Internet AG die Ebit-Prognose für 2004 von 80 Millionen Euro auf rund 85 Millionen Euro", teilte das Unternehmen am Mittwoch in Montabaur mit. Der Umsatz werde wie bisher prognostiziert 506 Millionen Euro zum Jahresende betragen.

Kostenvorteile und Synergieeffekte

Mit seinem um 49 Prozent gestiegenen Vorsteuergewinn von 66,2 Millionen Euro übertraf United Internet im Neun-Monatszeitraum dieses Jahres bereits das Ebit des gesamten Vorjahres in Höhe von 64,8 Millionen Euro. Durch die wachsende Kundenbasis kann United Internet Kostenvorteile und Synergieeffekte erzielen, die das Ergebnis antreiben.

Das Umsatzwachstum, das vor allem aus dem Kundenzuwachs im margenstarken Privatkundengeschäft mit den Marken GMX und 1&1 resultiert, blieb mit plus 22 Prozent auf 365,9 Millionen Euro hinter dem Ergebniszuwachs zurück. Der zahlende Kundenstamm stieg um knapp 800.000 auf 3,33 Millionen.

Kräftige Nachfrage verzeichnet United Internet derzeit vor allem bei DSL-Internet-Zugängen mit 105.000 neuen Kunden allein im dritten Quartal. "Auch für das vierte Quartal sind wir für unser Breitbandgeschäft sehr zuversichtlich", sagte Vorstandschef Dommermuth. Ende des Jahres werde die Kundenzahl für DSL eine Million überschritten haben.