08.11.2004

PARK & FLY

Fliegende Taxis schon in fünf Jahren

Verstopfte Straßen kosten gerade frühmorgens wertvolle Zeit und bringen so täglich das Blut unzähliger Pendler auf dem Weg zur Arbeit in Wallungen.

Der britische Entwickler Avcen will dieses tägliche Ärgernis nun mit fliegenden Taxis beseitigen.

Der kleine, leise und günstige "Jetpod" könnte schon in fünf Jahren die ersten Passagiere in und aus der Großstadt bringen.

Die futuristische Fahrgelegenheit schafft eine knapp 40 Kilometer lange Strecke in etwa vier Minuten und kann auf kleinstem Raum landen.

Schafft 560 Kilometer pro Stunde

Der Jetpod ist dafür ausgelegt in geringer Höhe von 150 bis 230 Metern zu fliegen und schafft 560 Kilometer pro Stunde - langsamer als eine Passagiermaschine, aber schneller als ein Propellerflugzeug oder ein Hubschrauber.

Der Anschaffungspreis eines Jetpods wird bei einer Million Dollar [770.000 Euro] liegen.

Zum Starten und Landen genügt dem Flugtaxi dabei ein 120 Meter langer Landestreifen, etwa ein Zehntel von herkömmlichen Landebahnen.

"Wir sehen es als 'Park & Fly'-Konzept. Man fährt zu einer der Jetpod-Haltestellen und fliegt dann ins Zentrum oder umgekehrt," so Avcen-Geschäftsführer Mike Dacre.

Fünf Passagiere haben Platz

Im Bauch des Kleinflugzeuges haben bis zu fünf Passagiere Platz, Turbinen über den Tragflächen sollen die Lärmentwicklung reduzieren. Die zwei Strahlturbinen des Jetpods sollen um 20 Dezibel weniger Lärm als derzeitige Antriebssysteme produzieren.

Das Abheben und Landen auf kurzen Strecken wird ermöglicht, indem ein Teil des Schubes von einem Düsensystem durch die Flügel geleitet wird.

Die Flugtaxis sollen jeweils entlang eines zugewiesenen Korridors ins Zentrum und zurück fliegen. "Wir wissen, dass Städte wie Moskau, Tokyo und New York genau auf so eine Fahrlösung gewartet haben," so Dacre weiter.