Silizium strahlt erstmals Laserlicht aus
Wissenschaftler der Universität von Kalifornien in Los Angeles haben Silizium erstmals dazu gebracht, Laserlicht auszustrahlen.
"Es gab viele Versuche, aber es hat bisher niemand geschafft einen Siliziumlaser herzustellen", sagt Bahram Jalali, Ingenieur an der University of California.
Dies stellt den ersten Schritt in Richtung Computerchips mit eingebauten Lasern dar, die Informationen mithilfe von Licht verarbeiten, statt, wie bisher, mit Elektrizität.
Ein nur wenige Zentimeter langer Wellenleiter aus Silizium wurde nun in einem Glasfaserring mit energiereichen Laserpulsen angeregt, berichtet "Wissenschaft.de".
Durch den so genannten Raman-Effekt strahlte das Silizium daraufhin selbst Laserlicht einer etwas größeren Wellenlänge aus.
Universität von KalifornienLaserlicht noch nicht kontinuierlich
Jalali und sein Team haben das Silizium mithilfe von Infrarotlaserpulsen zur Aussendung von Laserlicht mit einer Wellenlänge von 1,7 Mikrometern gebracht.
Einen Teil ihrer Energie gaben die kurzwelligeren Anregungspulse an die Siliziumatome ab, durch einen nichtlinearen Effekt wurde die Energiedifferenz daraufhin ebenfalls als Laserpulse einer höheren Wellenlänge abgegeben.
Bis zum kommerziellen Einsatz von Siliziumlasern müssen erst noch effiziente Resonatoren aus Silizium hergestellt werden, um den Raman-Effekt zu verstärken und somit Laserpulse einer höheren Energie zu erzeugen.
