Erste FVD-Geräte in Taiwan
Die Inselrepublik Taiwan hat den Launch erster Geräte für ihren alternativen DVD-Standard FVD [Forward Versatile Disc] in Aussicht gestellt.
Die FVD-Player sollen bereits Ende dieses Monats in Taiwan und China auf den Markt kommen, berichtet das asiatische Branchenportal DigiTimes unter Berufung auf den Präsidenten des Herstellerverbandes AOSRA, Der-ray Huang. Hinter dem Standard steht das von der Regierung unterstützte Industrial Technology Research Institute [ITRI].
Die FVD-Alternative unterscheidet sich vom DVD-Standard unter anderem in Format und Komprimierungsmethode. Entscheidend für den möglichen Durchbruch der taiwanesischen Variante sind aber die bedeutend geringeren Lizenzgebühren. Während laut DigiTimes für das FVD-Format, das Microsofts Komprimierungsalgorithmen WMV9 und WMA9 nutzt, nur 0,1 USD an Gebühren anfallen, müssen für die MPEG-2-Komprimierung des DVD-Standards 2,5 USD gezahlt werden.
FVD-Player ab 94 Euro
FVD-Player werden in Taiwan für umgerechnet rund 116 Euro, in
China für rund 94 Euro verkauft.
Taiwan entwickelt eigene DVD-KonkurrenzLaut DigiTimes kann sich der FVD-Standard bereits auf jede Menge Hersteller wie BenQ und Quanta Storage sowie einige nicht näher aufgeführte taiwanesische Content-Provider und Filmverlage in China stützen. Der Erfolg wird aber entscheidend davon abhängen, ob sich auch westliche Filmverlage auf den neuen Standard einlassen.
Zudem hat China erst vor knapp einem Jahr mit EVD [Enhanced Versatile Disk] einen eigenen Standard für Video-Komprimierung präsentiert.
