Brockhaus will sich ins Internet retten

11.02.2008

Mit einer Verstärkung der Internet-Aktivitäten und einem Abbau von Arbeitsplätzen will der Brockhaus-Verlag den Millionenverlusten bei den klassischen Nachschlagewerken entgegenwirken.

== Millionenverlust in Aussicht ==

"Zwar steht die Bilanz für das Jahr 2007 noch nicht fest, doch zeichnet sich ein Verlust in der Größenordnung von mehreren Millionen Euro ab", teilte ein Unternehmenssprecher am Montag in Mannheim mit.

Die Verlagsleitung denke daher über "umfassende Kostensenkungsmaßnahmen" nach und prüfe einen sozialverträglichen Personalabbau "in der Größenordnung von um die 50 Stellen" am Standort Mannheim. Die Gruppe beschäftigt bundesweit rund 450 Mitarbeiter, davon etwa 250 in Mannheim.

Letzter gedruckter Brockhaus

"Die Marktanalysen zeigen eindeutig, dass die Kunden künftig Sachinformationen in erster Linie online nachschlagen werden", berichtete der Sprecher. "Die 21. Auflage der Brockhaus-Enzyklopädie war voraussichtlich die letzte - ab jetzt findet alles online statt."

In dem Internet-Angebot sollen neben den erweiterten Inhalten der Brockhaus-Enzyklopädie auch zahlreiche weitere Lexika des Verlags abrufbar sein.

(dpa)