Teles plant Kapitalherabsetzung
Der Telekom-Dienstleister Teles will seine Kapitalausstattung um rund die Hälfte reduzieren und den Ertrag daraus an die Aktionäre steuerfrei ausschütten.
Den aus dem operativen Geschäft stammenden Gewinn des laufenden Jahres, der erstmals in eine Dividendenausschüttung fließen sollte, will Teles hingegen vereinnahmen und erst später an die Aktionäre weitergeben.
Die im deutschen TecDax gelistete Teles teilte mit, das Unternehmen sei mit einer Eigenkapitalquote von bis zu 80 Prozent "stark überkapitalisiert". Daher solle in einer außerordentlichen Hauptversammlung eine Kapitalherabsetzung um rund 23 Millionen Euro beschlossen werden. Der Ertrag solle in gleicher Höhe von mindestens einem Euro pro Aktie den Aktionären bis Mitte 2005 steuerfrei ausgezahlt werden.
Die Aktie weitete nach der Mitteilung bei hohen Umsätzen ihre Gewinne aus und schloss mit 15,8 Prozent im Plus bei 7,10 Euro. Ein Analyst einer Frankfurter Großbank sagte, "Teles will gerne etwas an die Aktionäre ausschütten, kann es aber nicht." Der ausschüttungsfähige Gewinn sei nicht hoch genug.
Teles offen für ÜbernahmeAktienplatzierung geplant
Teles teilte weiter mit, dass bis zu zwei Millionen eigene Aktien mittelfristig bei institutionellen Investoren platziert werden sollen. Der Platzierungspreis soll nach Teles-Vorstellungen mit 16 bis 18 Euro knapp dem dreifachen des derzeitigen Börsenkurses entsprechen.
