Erstellung von Hologrammen beschleunigt
In Echtzeit erstellte Hologramme sollen Chirurgen in Zukunft dabei unterstützen, den Operationsverlauf ständig zu kontrollieren.
US-Forscher haben eine neue Methode entwickelt, um 3-D-Bilder in kürzester Zeit verfügbar zu machen. Dabei kommt ein photorefraktives Polymer zum Einsatz.
Die Hologramme werden auf einem tragbaren Display abgespielt, ohne dass der Betrachter eine spezielle Brille tragen muss.
Bisher wurde eine Bildgröße von zehn mal zehn Zentimetern erreicht, laut den US-Forschern sind dabei nach oben hin aber keine Grenzen gesetzt. Eine größere Version sei bereits in Arbeit.
Die dargestellten Bilder sollen laut den Forschern der Universität von Arizona in Tucson die Qualität einer Fernsehübertragung erreichen können.
Schneller Bildwechsel
Bisher waren die Einsatzmöglichkeiten von Hologrammen aufgrund der komplizierten und langwierigen Erstellung sehr beschränkt.
Im Allgemeinen wird ein Hologramm erzeugt, indem reflektiertes Laserlicht mit einem zweiten Laserstrahl beleuchtet und anschließend als statisches dreidimensionales Bilder ausgegeben wird.
Mit dem neuen, dünnen Polymerfilm soll dieser Prozess nun in wenigen Minuten vonstatten gehen. Das Bild kann zudem sofort wieder gelöscht und durch ein neues ersetzt werden.
Das Polymermaterial soll auch nach Hunderten Schreib- und Löschvorgängen stabil bleiben.
Medizinische Anwendungen
Durch die schnelle Aktualisierung der Bilder wird der Einsatz während chirurgischer Operationen möglich, der Chirurg kann sein Arbeitsgebiet besser sichtbar machen und den Verlauf ständig kontrollieren.
Auch andere medizinische Anwendungen sind denkbar: Pharmazeutische Forscher könnten damit etwa die molekulare Interaktionen neuer Medikamente in Simulationen verfolgen.
Die zur Erstellung nötigen Daten können aus herkömmlichen Kernspintomografen und Ultraschallbildern bezogen werden.
(Nature | BBC)
