Google sucht nicht nach neuen Aufgaben
Google-Chef Eric Schmidt macht den Gerüchten um die Entwicklung eines eigenen Google-Browsers ein Ende. "Wir bauen keinen Browser", erklärte Schmidt der "Financial Times" [Montagsausgabe].
Weiters gebe es laut Schmidt auch keine Pläne, Google zu einem Portal auszubauen, um in direktere Konkurrenz mit Yahoo und Microsoft treten zu können.
Seiner Meinung nach sei das Suchmaschinengeschäft noch so jung, dass die verschiedenen Anbieter durchaus nebeneinander existieren könnten, ohne dass Google eine Abwehrtaktik entwickeln müsse.
Google trotzt allen Regeln des Marktes: Nach Vorlage der ersten Quartalszahlen am vergangenen Freitag hat der Aktienkurs der Internet-Suchmaschine einen weiteren, enormen Sprung nach oben vollführt. Obwohl das Unternehmensergebnis die Erwartungen der Analysten bei weitem nicht erfüllte, legte der Börsenkurs zum Handelsauftakt in New York gleich um mehr als zwölf Prozent zu.
Google trotzt den Regeln des MarktsMarktanteil gesteigert
Google verdient sein Geld derzeit fast ausschließlich mit Anzeigen, mehr Umsatz sollen in Zukunft das Mail-Service Gmail, sowie die zugekauften Dienste Blogger und Picasa bringen.
Dennoch will der Suchmaschinenbetreiber im Grunde bei seinen Leisten bleiben: Nur rund 30 Prozent der Ressourcen werden in die Entwicklung suchunabhängiger Produkte investiert, der Rest wird ins Kerngeschäft gesteckt.
Und obwohl Yahoo und Microsoft sich größte Mühe geben, den Marktführer einzuholen, verbreitet sich Google immer weiter. Im laufenden Jahr stieg der Marktanteil bereits von 40 auf 50 Prozent.
