Produktion von Service Pack 1 startet

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04.02.2008

Mitte März kommt mit dem Service Pack 1 die erste Aktualisierung für das Microsoft-Betriebssystem Windows Vista auf den Markt.

Microsoft-Chef Steve Ballmer gab am Montag bekannt, dass die Entwicklung des ersten großen Vista-Updates - Service Pack 1 - abgeschlossen ist. Das selbe gilt für Windows Server 2008. "Beide Programme wurden nun in Produktion geschickt", erklärte Ballmer am Montag bei eeinem Analystengespräch.

Gut ein Jahr nach der Einführung des XP-Nachfolgers hat der Software-Gigant laut eigenen Angaben weltweit rund 100 Millionen Lizenzen von Vista verkauft, davon rund ein Viertel in Europa. "Der Absatz war im Rahmen unserer Erwartungen", hieß es.

Das Software-Update könnten Kunden ab Mitte März in fünf Sprachen, darunter Deutsch, herunterladen und installieren. Die restlichen Sprachversionen sollen Mitte Mai folgen. Das Update werde die Sicherheit und die Geschwindigkeit des Systems verbessern, die Anwendung auf Laptops erleichtern und das Zusammenspiel mit Software und Geräten von anderen Anbietern verbessern.

Mit dem Service Pack 1 will Microsoft einige Lücken stopfen, über die nichtlizenzierte Kopien von Vista zum Laufen gebracht werden konnten. Auch den Umgang mit nicht korrekt aktivierten und validierten Systemen möchte Microsoft ändern.

Unternehmen noch zögerlich

Während mittlerweile nahezu jeder Rechner für Privatanwender mit Vista verkauft wird, läuft die Einführung des Systems bei Unternehmenskunden langsamer als von Experten erwartet.

Während in Europa auf etwa 15 Prozent aller Privatrechner bereits Vista installiert sei, arbeiteten nur fünf bis zehn Prozent der geschäftlich genutzten PCs mit dem System, sagte der Sprecher. "Rund 80 Prozent unserer Unternehmenskunden testen oder installieren Vista derzeit", hieß es.

PC-Hersteller und -Zulieferer hatten sich im Sommer noch enttäuscht über die langsame Verbreitung des Betriebssystems geäußert. Viele hatten sich einen Nachfrageschub nach PCs und eine höherwertige technische Ausstattung der Rechner erhofft, was aber zunächst weitgehend ausgeblieben war.

(Reuters)