Überwachungsdrohnen gegen Privatpersonen
Am Samstag gingen zum fünften Mal in Folge die Schweizer Big Brother Awards über die Bühne. Drei Betonpokale wurden an die "grössten Schnüffelratten" in den Kategorien "Staat", "Business" und "Arbeitsplatz" verliehen. Ausgezeichnet wurde etwa der Schweizer Krankenkassenverband Santésuisse für die Weitergabepraxis sensibler Krankendaten.
Ein Korpskommandant der Schweizer Luftwaffe wurde für den Einsatz von unbemannten Überwachungsdrohnen des Typs "ADS 95 Ranger " gegen Privatautos und Zivilpersonen ausgezeichnet. Erstmals wurde in diesem Jahr ein Pokal für Überwachung am Arbeitsplatz verliehen.
Gewinner: Die Leitung der Stadtpolizei Zürich. Man hatte im Sommer 2003 heimlich und gesetzlich nicht gedeckt, den E-Mail-Verkehr zahlreicher Mitarbeiter überwacht.
Der Preis für das Lebenswerk ging an einen altgedienten Parlamentarier, der sich Zeit seines Wirkens für verschärfte Asyl-, Polizei-, und Militärbefugnisgesetze stark gemacht hatte. Der Positivpreis "Winkelried-Award" wurde einem Berner Rechtsanwalt zuerkannt, der Überwachungsübergriffe der Polizei öffentlich gemacht hatte.
Die Liste der 52 NominiertenIn Österreich am 26. Oktober
In Österreich ist die Nominierungsphase für die Big Brother Awards 2004 abgeschlossen. Wie aus Kreisen der Veranstalter verlautet, wird die Shortlist mit den Nominierten am Dienstag Abend publiziert.
Die Einreichmöglichkeiten für die Kategorie Volkspreis, der nicht von der Jury vergeben wird, läuft noch bis 26. Oktober, 12 Uhr Mittag.
BBA Österreich 26. Oktober 2004
